Neue Regeln im neuen Jahr

Änderungen ab 2022: Neuerungen für Post, Gehalt und Pfand stehen an

  • schließen

Zum Jahreswechsel ändert sich nicht nur die hintere Ziffer, 2022 kommen auch jede Menge Änderungen auf die Verbraucher zu. RUHR24 gibt einen Überblick über signifikante Regeln.

Deutschland – Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende entgegen. 2022 steht vor der Tür. Nicht nur die Jahreszahl ändert sich, im neuen Jahr gibt es auch jede Menge Änderungen für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Privatpersonen, verrät RUHR24*.

Änderungen 2022: Neuerungen bei Mindestlohn, Post, Pfand und Führerschein

Die erste Änderung dürfte insbesondere Minijobber erfreuen. Nachdem der Mindestlohn schon 2021 auf 9,60 Euro angehoben wurde, folgt 2022 jetzt der nächste Anstieg.

Schon am 1. Januar soll der Mindestlohn auf 9,85 Euro steigen. Im Sommer 2022, genauer gesagt am 1. Juli, folgt dann ein noch deutlicherer Anstieg auf 10,45 Euro.

Änderungen 2022: Supermärkte mit zweifacher Neuerung – mehr Pfand und weniger Plastiktüten

Auch die nächste Änderung ist monetärer Natur. 2022 soll es neue Regelungen für Pfand geben*. Schon im Januar wird die Regel ausgeweitet. Das bedeutet, dass mehr Flaschen und Dosen im neuen Jahr der Regel unterliegen. So soll etwa auch Pfand für Wein und Spirituosen berechnet werden. Die Höhe des Pfands beläuft sich weiterhin zwischen 8 und 25 Cent – abhängig von Material und Art der Verpackung.

Darüber hinaus tritt am 1. Januar auch ein Plastiktüten-Verbot in Supermärkten und Discountern wie Rewe, Aldi oder Lidl in. Kraft. Sie dürfen dann keine dünnen Plastiktüten mehr herausgeben.

Im Jahr 2022 kommt auf mehrere Flaschen Pfand.

Änderungen 2022: Post hebt Porto an – Umtausch-Aktion beim Führerschein

Aber nicht nur das Flaschenpfand erhöht sich bei einigen Getränken. Auch die Post zieht 2022 die Preise an* – zum ersten Mal seit drei Jahren. Das Porto soll steigen. Betroffen davon sind Briefe, Postkarten, Warensendungen und Einschreibungen.

Autofahrer aufgepasst. Alte Führerscheine müssen umgetauscht werden. Bis zum 19. Januar 2022 müssen alle Besitzer eines Fahrausweises ebenjenen umtauschen, die zwischen 1953 und 1958 geboren sind. Hintergrund der Umtausch-Aktion ist, die Dokumente fälschungssicherer zu machen.

Änderungen 2022: Corona-Bonus nicht mehr lange ausstellbar

2021 war ein Thema vorherrschend: die Corona-Pandemie. Auch 2022 wird sie Deutschland noch beschäftigen. Bis zum 31. März können Arbeitgeber ihren Angestellten einen Corona-Bonus auszahlen.

Es handelt sich um bis zu 1500 Euro, die steuerfrei ausgezahlt werden können. Allerdings gilt die Steuerfreiheit nur, wenn der Corona-Bonus zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt wird. Von der Voraussetzung berichtete unter anderem der mdr.

Änderungen 2022: Elektronische Krankmeldung kommt im neuen Jahr

Ebenfalls relevant für Arbeitgeber und -nehmer: 2022 kommt endlich auch die elektronische Krankmeldung. Statt der AU gibt es ab dem 1. Juli die E-AU.

Krankenkassen übertragen dann die Arbeitsunfähigkeit an den Arbeitgeber, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung mitteilt. Arbeitnehmer erhalten allerdings noch einen Papierausdruck für sich selbst.

Änderungen 2022: Töten von männlichen Küken verboten

Eine weitere Änderung im Jahr 2022 dürfte vor allem Tierschützer und -liebhaber erfreuen. Ab dem 1. Januar 2022 soll das Kükentöten ein Ende haben.

Jährlich werden etwa 45 Millionen männliche Küken getötet, da sie keine Eier legen können. Als Alternative soll jetzt im Vorfeld bestimmt werden, welches Geschlecht das Küken haben wird. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bertrand Guay/Ina Fassbender/Damien Meyer/AFP; Collage: RUHR24

Zurück zur Übersicht: Verbraucher

Kommentare