Schüttelfrost, Fieber und Schmerzen

BioNTech-Zweitimpfung: Experten erklären heftige Nebenwirkungen

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Corona-Impfung: Immer mehr Menschen klagen nach der Zweitimpfung mit BioNTech oder Moderna über stärkere Nebenwirkungen. Doch warum ist das so?

Immer mehr Menschen in Deutschland haben bereits ihre Zweitimpfung gegen das Coronavirus* erhalten. Nach aktuellen Angaben des Robert-Koch-Instituts waren bis Sonntag (13. Juni) 21.812.429 Menschen vollständig geimpft – das entspricht 26,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine Impfdosis haben bereits 40.213.007 (48,4 Prozent) in Deutschland erhalten. Doch während viele Menschen die ersten Impfungen gut vertragen, kommt es vor allem bei den Impfstoffen von BioNTech* und Moderna nach der zweiten Impfung zu stärkeren Nebenwirkungen. HEIDELBERG24* erklärt, warum das so oft der Fall ist:

Corona-Impfung von BioNTech und Moderna: Diese Nebenwirkungen drohen

Laut Beipackzettel des Corona-Impfstoffs von BioNTech* (Comirnaty) traten bei Studien mit mehreren tausend Personen vor allem Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit und Kopfschmerzen nach der Impfung auf. Auch Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Gelenkschmerzen traten in einigen Fällen. Fieber entwickelten 10 Prozent der Versuchspersonen nach der Impfung. Ähnlich verhält es sich auch bei den Nebenwirkungen einer Impfung mit dem Moderna-Vakzin.* Vereinzelt gab es außerdem bei Corona-Impfungen mit BioNTech Berichte über Fälle von Herzmuskelentzündungen,* deren Zusammenhang mit dem Impfstoff jedoch noch untersucht werden muss.

BioNTech und Moderna: Studie beweist – Mehr Nebenwirkungen nach Zweitimpfung

Dass bei einer Zweitimpfung mit BioNTech oder Moderna häufiger Nebenwirkungen auftreten, beweist jetzt sogar eine Studie der US-Arzneimittelbehörde FDA. Diese berichtet nach der zweiten Impfung mit den mRNA-Vakzinen vor allem über einen großen Unterschied bei der Nebenwirkung Schüttelfrost. Während laut FDA 14 Prozent der Geimpften nach der ersten BioNTech-Dosis darunter litten, klagten nach der zweiten Impfung sogar 35 Prozent darüber. Auch die Gefahr, nach der Impfung Fieber zu bekommen, steigt laut Untersuchungen der Arzneimittelbehörde. Nach der ersten Impfung hätten demnach nur vier Prozent der 18- bis 55-Jährigen befragten unter Fieber gelitten. Nach der zweiten Dosis seien es hingegen 16 Prozent gewesen.

Auch das Risiko nach der Zeitimpfung an Müdigkeit oder Kopfschmerzen zu leiden, sei nach Angaben der FDPA unter den Befragten bei der Zeitimpfung gestiegen. Bei dem Impfstoff Moderna lägen sie Zahlen im ähnlichen Bereich – sogar teilweise noch etwas darüber. Hier litten zum Beispiel 9 Prozent der Befragten nach der Erstimpfung unter Schüttelfrost und nach der zweiten Dosis 48 Prozent.

BioNTech und Moderna: Wieso steigt die Gefahr von Nebenwirkungen nach der Zweitimpfung?

Auch wenn Nebenwirkungen nach einer Impfung natürlich sehr unangenehm sind, ist es tatsächlich ein gutes Zeichen, wenn man nach der Zweitimpfung mit BioNTech oder Moderna stärkere Nebenwirkungen entwickelt. Experten sehen in starken Reaktionen auf eine Corona-Impfung nämlich eine gute Immunantwort. „Die Impfung regt das Immunsystem zu einer Gedächtnisfunktion an. Die Nebenwirkungen entstehen im Rahmen einer ‚guten‘ Entzündungsreaktion“, erklärt zum Beispiel Immunologin Martina Prelog von der Universität Würzburg gegenüber fitbook.de. Das Immunsystem werde laut Prelog durch die zweite Impfung nochmal aktiviert und schütte entsprechende Botenstoffe aus. So würden Symptome wie Fieber oder Schmerzen verursacht.

Wie fr.de berichtet, erklärt auch Professor Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, dass bei der Erstimpfung mit einem mRNA-Impfstoff zunächst nur das angeborene Immunsystem reagiere.* Bei der Zweitimpfung komme dann neben dem angeborenen auch das „antrainierte“ Immunsystem aktiviert, was die Reaktion des Körpers verstärke. (kab) *HEIDELBERG24 und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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