Seit 9. November gültig

Neuer Bußgeldkatalog: Für Raser, Falschparker & Co. wird‘s jetzt richtig teuer

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  • Katja Becher
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Seit 9. November gilt der neue Bußgeldkatalog – mit heftigen Strafen für Autofahrer und andere Verkehrssünder. Das kommt auf Raser, Falschparker und Rettungsgassen-Verweigerer zu:

Lange haben Bund und Länder über einschneidende Änderungen am Bußgeldkatalog debattiert – am 8. Oktober hat der Bundesrat schließlich darüber entschieden. Seit dem 9. November ist die von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) abgesegnete und unterschriebene neue Verordnung gültig, die die Bußgelder im Verkehr auf deutschen Straßen regelt. Heißt: Ab sofort wird es vor allem für Raser und Falschparker teuer!

Zuvor waren verschärfte Bußgelder 2020 in der neuen Straßenverkehrsordnung wegen eines Formfehlers außer Kraft gesetzt* worden. Jetzt sind die Änderungen im Bußgeldkatalog also in Kraft getreten. HEIDELBERG24* hat die Neuregelungen des Bußgeldkatalogs zusammengefasst:

Neuer Bußgeldkatalog: Das ändert sich bei Strafen für Falschparker

  • Wer sein Auto im allgemeinen Halte- oder Parkverbot abstellt, muss künftig mit einer Strafe von 55 statt wie bisher 15 Euro rechnen.
  • Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, zahlt künftig ebenfalls 55 Euro, statt wie bisher 35.
  • Wer eine Feuerwehrzufahrt zu parkt oder ein Rettungsfahrzeug behindert, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro rechnen.
  • Neu im Bußgeldkatalog: Wer unberechtigt auf einem Parkplatz für E-Autos und Carsharing-Fahrzeuge steht, erhält ein Verwarnungsgeld von 55 Euro.
  • Parken in zweiter Reihe kostet nun 55 Euro und bei schweren Fällen (Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer) droht ein Punkt in Flensburg.

Über den neuen Bußgeldkatalog und welche Verstöße jetzt richtig teuer werden berichtet auch echo24.de.

Neuer Bußgeldkatalog: So teuer wird es jetzt für Raser

  • Wer innerorts mit 16 bis 20 km/h zu schnell geblitzt wird muss statt 35 bald 70 Euro zahlen.
  • Je schneller man fährt, desto teurer wird es: Wer zum Beispiel mit über 90 statt erlaubten 50 km/h geblitzt wird, zahlt bald mit 400 statt 200 Euro sogar doppelt so viel.

Weitere Änderungen im Bußgeldkatalog betrifft zum Beispiel die Rettungsgasse: Wer diese nicht bildet oder sie missbraucht, muss bald mit einem Bußgeld von 200 bis 320 Euro rechnen – und mit einem einmonatigen Fahrverbot. Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen oder Radwegen wird künftig mit 100 statt 25 Euro bestraft. Für Lärm- oder Abgasbelästigungen zahlen Autofahrer dann außerdem 100 Euro – statt wie bisher 20. (kab) *HEIDELBERG24 und echo24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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