Seit 10. Juni verfügbar

Digitaler Impfpass: So einfach kommst Du an den Nachweis per App

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Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland steht kurz bevor. Wo man ihn sich ausstellen lassen kann – und wie er funktioniert: 

Der neue digitale Corona-Impfpass startet ab Donnerstag (10. Juni) schrittweise in Deutschland. Nach einer Testphase werden sich nun nach und nach Impfzentren, Arztpraxen und Apotheken anschließen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag in Berlin ankündigte. Ziel sei, dass bis Ende Juni die App namens „CovPass“ für alle zur Verfügung stehe. Ab Montag (14. Juni) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung gegen das Coronavirus* ausstellen lassen können. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Dienstag in Berlin mit. Erste Bundesländer wie Baden-Württemberg* haben außerdem damit begonnen, per Post einen QR-Code nach Impfungen in Impfzentren zu verschicken. HEIDELBERG24* fasst zusammen, was Geimpfte jetzt zum Digitalen Impfpass* wissen müssen – und wie er funktioniert:

Digitaler Impfass: Wie funktioniert der Impfnachweis per Smartphone-App?

Erst kürzlich haben sich die EU-Länder und das EU-Parlament auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Der digitale Impfnachweis* soll künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellt werden und kann dann per Smartphone genutzt werden. Auch nachträgliche Ausstellungen sollen möglich sein - etwa bei Ärzten und Apotheken. 

So soll die App „CovPass“ mit dem digitalen Impfnachweis aussehen.

Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein Barcode erstellt, den die Nutzer direkt abscannen oder ausgedruckt mit nach Hause nehmen können. Der digitale Impfnachweis wird dann von den Nutzern über eine kostenlose App auf dem Smartphone gesteuert. Damit kann beim Arzt oder im Impfzentrum bei einer Corona-Impfung ein sogenannter „Impfbescheinigungstoken“ in Form eines Barcodes abgescannt werden. Die App speichert die Impfbescheinigung lokal auf dem Smartphone. Für Dienstleister, die überprüfen wollen ob jemand Geimpft oder Genesen* ist, wird es eine Prüf-App geben, womit der Impfstatus – ähnlich wie beim Barcode auf Flug- oder Bahntickets – nachgewiesen werden kann.

Der digitale Impfpass dient lediglich als freiwilliges und ergänzendes Angebot zum gewohnten gelben Papier-Impfpass – also als digitales Gegenstück zum Impfausweis. Geimpfte, die keinen digitalen Impfnachweis haben oder diesen verloren haben, können nach wie vor das gelbe Heftchen benutzen.

Digitaler Impfpass: Welche App brauche ich für den Nachweis per Smartphone?

Wer die bekannte Corona-Warn-App bereits auf dem Smartphone installiert hat, muss keine neue Anwendung herunterladen. Laut RKI wird die Warn-App ab der Version 2.3 die digitalen Impf-Zertifikate speichern und anzeigen können. Diese Version steht für iPhones bereits zur Verfügung, für Android-Handys allerdings noch nicht. Wer die Corona-Warn-App nicht herunterladen will, kann auf die App „CovPass“ zurückgreifen. Diese speichert lediglich den Impf-Status, bzw. Nachweise von Tests oder überstandenen Infektionen, dient allerdings nicht zur Kontakt-Nachverfolgung. Zudem kann auch die „Luca-App“ genutzt werden.

Die neue Funktion zum Impfnachweis in der Corona-Warn-App (Version 2.3)

Digitaler Impfpass: Wie komme ich jetzt an den Impfnachweis per App?

Apotheken werden den digitalen Corona-Impfnachweis ab Montag, den 14. Juni, ausstellen können. Allerdings soll die Zahl der Apotheken, die dieses Angebot machen können, in den ersten Tagen noch relativ gering sein. Wie die Ärzte Zeitung berichtet, können sich Apotheker ab Mittwoch (9. Juni) auf dem Portal www.mein-apothekenmanager.de registrieren. Über die Internetseite können Geimpfte dann herausfinden, welche Apotheke in ihrer Nähe den digitalen Impfpass kostenlos ausstellt.

Erste Bundesländer haben laut Jens Spahn außerdem bereits begonnnen, den benötigten QR-Code an die Menschen zu verschicken, die bereits in einem Impfzentrum geimpft wurden. Bis Ende Juni sollen sich neben den Apotheken nach und nach auch Arztpraxen und die Impfzentren anschließen und digitale Impfzertifikate ausstellen können. In Baden-Württemberg werden Ärzte ab Mitte Juli die digitalen Impfzertifikate ausstellen können. 

Digitaler Impfpass: Wie sicher ist der digitale Impfnachweis?

Das Impfzertifikat (QR-Code) wird zum Beispiel über die „CovPass“-, Luca - oder die Corona-Warn-App digital oder alternativ als maschinenlesbarer Ausdruck genutzt. Dieses Impfzertifikat erhält nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nur Informationen zum Impfstatus, den Namen des Geimpften sowie das Geburtsdatum. Der QR-Code darf künftig nur von autorisierten Personen in Impfzentren, Arztpraxen, Apotheken oder Krankenhäusern ausgestellt werden. Außerdem ist der digitale Impfnachweis kryptographisch vor Veränderungen geschützt. 

Bei der Prüfung von analogen Impfpässen, also den bekannten gelben Heftchen, mahnt das Gesundheitsministerium zu besondererer Vorsicht. Vor allem, wenn die Informationen von dem analogen in den digitalen Impfpass übertragen werden. Wer einen Impfpass fälscht, macht sich strafbar. Das gilt sowohl für den analogen Papier-Pass als auch für den neuen, digitalen Impfnachweis. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Soeren Stache/dpa

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