Ausstelldatum vor 2013

Führerschein umtauschen: 30 Millionen Menschen betroffen – Wann der alte „Lappen“ ausgedient hat

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Rund 43 Millionen Autofahrer müssen bald ihre alten „Lappen“ gegen neue Führerscheine eintauschen. Diese Exemplare sind betroffen – und diese Fristen sollte jeder kennen:

Wer vor dem 19. Januar 2013 seinen Führerschein erhalten hat, muss diesen gegen ein neues Exemplar eintauschen. Betroffen sind rund 43 Millionen Führerscheine weltweit, wie der ADAC berichtet. Weil der Umtausch der alten rosa „Lappen“ und der Scheckkartenführerscheine nach Geburts- beziehungsweise Ausstellungsjahr erfolgt, ergeben sich ab 2022 unterschiedliche Fristen für den Umtausch des Führerscheins.* Auch wenn das Datum noch eine Weile in der Zukunft liegen mag, sollten sich Auto- und Motorradfahrer dieses schon jetzt dick in den Kalender eintragen – denn wer seine Frist verpasst, muss mit einer Geldstrafe rechnen. HEIDELBERG24* erklärt, was es mit dem Führerschein-Umtausch auf sich hat und wer davon betroffen ist:

Führerschein umtauschen: Ab welchem Ausstellungs-Datum bin ich betroffen?

Nach Angaben des ADAC müssen etwa 15 Millionen Papier-Führerscheine (ausgestellt bis zum 31. Dezember 1998) sowie rund 28 Millionen Scheckkarten-Führerscheine (ausgestellt zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 18. Januar 2013) in den kommenden Jahren umgetauscht werden. Betroffen sind sowohl Pkw- als auch Motorrad-Führerscheine. Abgeschlossen muss der gesamte Prozess bis Januar 2033 sein. Hintergrund ist, dass der Führerschein in Zukunft EU-weit einheitlich sowie fälschungssicher sein soll. Um Missbrauch zu vermeiden, werden alle Führerscheine außerdem in einer Datenbank erfasst.

Die rosa und grauen Papier-Führerscheine sowie bestimmte Führerscheine im Scheckkarten-Format müssen umgetauscht werden. (Symbolfoto)

Führerschein umtauschen: Unterschiedliche Fristen – was ist mein spätester Termin?

Die große Umtausch-Aktion der Führerscheine in Deutschland hat solche Dimensionen, dass sie gesetzlich geregelt werden muss. Das Gesetz gibt vor, in welcher Reihenfolge Autofahrer ihren Führerschein spätestens gegen ein neues Exemplar austauschen müssen. So sollen unter anderem hohe Wartezeiten und überlastete Behörden vermieden werden. Als erstes läuft ab 2022 die Frist für die Auto- und Motorradfahrer ab, deren Führerschein bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt wurde. Die Frist richtet sich dann nach dem Geburtsdatum. Wer sein Führerscheindokument bereits jetzt freiwillig umtauschen will, kann das auch vor dem in der Umtausch-Tabelle festgeschriebenen Datum tun.

Wer herausfinden will, wann er spätestens mit seinem Führerschein-Umtausch dran ist, kann einen Blick in die Fristen-Tabellen werfen, die unter anderem der ADAC zur Verfügung stellt. Diese richten sich entweder nach Geburtsjahr oder nach Ausstellung des Führerscheins gehen. Diese Daten gelten zum Beispiel für Autofahrer, deren Führerscheine zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde (Quelle: ADAC):

AusstellungsjahrLetztes Umtausch-Datum
1999 bis 200119.1.2026
2002 bis 200419.1.2027
2005 bis 200719.1.2028
200819.1.2029
200919.1.2030
201019.1.2031
201119.1.2032
2012 bis 18.1.201319.1.2033

Achtung: Autofahrer, deren Geburtsjahr vor 1953 liegt, müssen den Führerschein bis zum 19. Januar 2033 umgetauscht haben – unabhängig von dessen Ausstellungsjahr.

Führerschein umtauschen: Wie funktioniert der Umtausch und was brauche ich dafür?

Wer seinen alten Führerschein gegen ein neues Exemplar eintauschen will, muss sich einfach zur Führerscheinstelle begeben und dort einen Antrag auf Umtausch stellen. Das erfolgt nach Angaben des ADAC komplett ohne Prüfung oder Gesundheitsuntersuchung. Diese Dinge sollte man beim Gang zum Bürgerservice jedoch dabei haben:

  • Personalausweis* oder Reisepass
  • Biometrisches Passfoto
  • den aktuellen Führerschein
  • Karteikartenabschrift der Behörde, die den Führerschein ausgestellt hat (nur im Fall des Papier-Führerscheins, wenn dieser nicht von der Behörde des aktuellen Wohnsitzes ausgestellt wurde). Lässt sich per Post, telefonscih oder online beantrage und wird direkt an die neue Führerscheinstelle geschickt.

Wer einen alten Papier-Führerschein bei einer Behörde umtauschen will, die nicht der Behörde entspricht, die ihn ausgestellt hat, braucht außerdem eine „Karteikartenabschrift“. Diese lässt sich per Post, telefonisch oder online beantragen und wird direkt an die neue Führerscheinstelle geschickt.

Führerschein: Wie viel kostet der Umtausch und droht eine Strafe, wenn ich die Frist verpasse?

Der Umtausch des Führerscheins kostet im Schnitt rund 25 Euro. Das neue Dokument ist dann 15 Jahre lang gültig, bis man ein neues beantragen muss. Der Austausche der alten Fahrerlaubnis ist verpflichtend. Das bedeutet, dass man die persönliche Frist besser nicht verstreichen lassen sollte. Hat man den Stichtag zum Führerschein-Umtausch verpasst, droht nämlich ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro. Da es jederzeit möglich ist, seinen alten Führerschein gegen ein neues Exemplar einzutauschen, sollte man sich also überlegen, dies nicht knapp vor der Frist zu tun – dann ist man auf der sicheren Seite. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg

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