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Ikea: Gefährliche Kunststoffteile – Möbel-Riese ruft Erdbeermarmelade zurück

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Ikea informiert über den Rückruf einer Erdbeermarmelade. Das betroffene Produkt enthält offenbar gefährliche Kunststoffteile, die zu inneren Blutungen führen können:

Ikea ist einer der größten Möbelhändler der Welt. Das Unternehmen macht rund 41,9 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Neben Möbeln verkauft der Einzelhandelsriese auch Lebensmittel. Ikea informiert nun über den Rückruf einer Erdbeermarmelade. Der Grund: Das betroffene Produkt könnte gefährliche Kunststoffteile enthalten. HEIDELBERG24 klärt auf, um welches Produkt es sich handelt:

MöbelhausIkea
Gründung28. Juli 1943, Älmhult, Schweden
HauptsitzDelft, Niederlande
Umsatz41,9 Milliarden EUR (Stand: 2021)

Ikea ruft Erdbeermarmelade zurück: Dieses Produkt ist betroffen

Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich um die „SYLT JORDGUBB Erdbeerkonfitüre Bio 400g“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 01.03.2023, 02.03.2023, 03.03.2023 und 28.03.2023.

Wie Ikea in einer Pressemitteilung mitteilt, besteht die Gefahr, dass Kunststoffteile in das Produkt gelangt sind. Die Erdbeermarmelade könne in jedem Ikea-Einrichtungshaus zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird komplett erstattet, die Vorlage eines Kassenbons ist nicht von Nöten.

Die „SYLT JORDGUBB Erdbeerkonfitüre Bio 400g“ von Ikea

Erdbeermarmeladen-Rückruf bei Ikea: Kunststoffteile gefährden die Gesundheit

Wie Ikea mitteilt, stammen die Kunststoffteile, die in die Erdbeermarmelade gelangt sein könnten, von zerbrochenen Behältern, die beim Pflücken der Erdbeeren verwendet wurden. In Baden-Württemberg herrscht derzeit übrigens eine „verheerende“ Erdbeer-Situation: Bauern vernichten ihre Ernte. In Heidelberg und Umgebung kann man Erdbeeren noch selber pflücken.

Die Kunststoffteile, die möglicherweise in der Erdbeermarmelade von Ikea enthalten sind, stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar: Laut Öko-Test können durch Kunststoffteile in Nahrungsmitteln Verletzungen im Mund- und Rachenraum entstehen, auch innere Verletzungen oder Blutungen seien möglich. Verbraucher sollten die Konfitüre also unter keinen Umständen verzehren.

Produktrückrufe in Deutschland nehmen zu: Auch diese Lebensmittel sind betroffen

Ikea hat sich derweil für seinen Erdbeermarmeladen-Rückruf entschuldigt: „Für Ikea stehen die Sicherheit und die Qualität seines Lebensmittelangebots an oberster Stelle. Ikea möchte seinen Kundinnen und Kunden Produkte anbieten, denen sie vertrauen können und die auf verantwortungsvolle Weise hergestellt werden – ohne Kompromisse bei Lebensmittelsicherheit oder Qualität“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. 

Produktrückrufe in Deutschland scheinen in der vergangenen Zeit zuzunehmen: Erst im April macht der Schokoladenhersteller Ferrero Schlagzeilen mit dem Rückruf seiner kinder-Schokolade-Produkte. Eine Liste der von Salmonellen betroffenen Produkte hat Ferrero in der Vergangenheit veröffentlicht. Auch der Lebensmittelhersteller Maggi meldet im Mai 2022 einen Rückruf: Seine „5 Minuten Terrine“ könnte gefährliche Metallteile enthalten.

Produktrückrufe in Deutschland: Warum immer mehr bekannt werden

Dass Produktrückrufe in der Vergangenheit immer mehr zunehmen, hat laut FOCUS Online einen ganz bestimmten Grund: Die Unternehmen gehen sensibler mit dem Thema um, wird Oliver Barthel, Chefredakteur von produktwarnung.eu, in einem aktuellen Bericht zitiert. Für die Unternehmen spiele vor allem die Angst vor einem öffentlichen Shitstorm eine Rolle, der im Falle eines versäumten Rückrufes eintreten könnte, heißt es im Artikel.

Neben öffentlichen würden auch stille Rückrufe abgesetzt werden. Verbraucher bekämen von diesen laut FOCUS Online in der Regel gar nichts mit. „In diesem Fall rufen die Firmen ihre Produkte bereits zurück, bevor sie in den Handel gelangen oder verkauft werden können“, heißt es in der Online-Zeitung. (fas/PM)

Rubriklistenbild: © dpa-Jens Kalaene,Klaus-Dietmar Gabbert/Montage HEADLINE24

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