Inflation im Euroraum

Es wird teurer in Europa – Preise steigen wie seit zehn Jahren nicht mehr

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Derzeit steigen die Preise in Europa stark an. Doch steckt dahinter vielleicht nur ein kurzweiliges, von der Corona-Pandemie bedingtes Phänomen?

Kassel/Luxemburg – Die Inflation im Euroraum hat im August weiter zugelegt und den höchsten Stand seit fast zehn Jahren erreicht. Das teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag (31.08.2021) in Luxemburg mit. Zudem seien die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Ende 2011.

Laut dpa hatte die Rate im Juli lediglich 2,2 Prozent betragen. Experten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 2,7 Prozent gerechnet. Mit 15,4 Prozent Anstieg zum Vorjahr war die Energie im August besonders teuer. Industriegüter verteuerten sich um 2,7 Prozent, Lebens- und Genussmittel kosteten 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dienstleistungen wurden 1,1 Prozent teurer.

Derzeit steigen die Preise in Europa stark an. Doch ist der Anstieg vielleicht nur temporär durch die Corona-Krise?

Inflation in Europa: Temporärer Effekt durch die Corona-Krise?

Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel zog ebenfalls deutlich an. Sie erhöhte sich von 0,7 auf 1,6 Prozent. Die Kerninflation gilt als zuverlässigere Messgröße für die Teuerung, da sie in der Regel weniger stark schwankt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflation von zwei Prozent an. Diese Rate wird gegenwärtig klar überschritten. Allerdings will die EZB nicht gegensteuern, weil sie den Inflationsanstieg als temporär betrachtet.

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Sie verweist auf zahlreiche Sondereffekte, die überwiegend auf die Corona*-Krise zurückgehen. Auch Heizen und Tanken werden in Deutschland künftig wesentlich teurer. Grund dafür ist der CO2-Aufschlag. (ebb) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA

Rubriklistenbild: © Ralph Peters/imago

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