„Nicht mehr normal“

Klopapier wird teurer: Hersteller warnt vor drastischem Preisanstieg

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Toilettenpapier soll teurer werden: Verbraucher dürften gestiegene Kosten zu spüren bekommen, prognostiziert ein Hersteller.
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Klopapier könnte teurer werden. Der Hersteller von Zewa und Tempo warnt vor einem drastischen Preisanstieg. Grund sind steigende Rohstoff- und Energiepreise.

„Was sich die letzten Wochen in unserer Branche getan hat, ist nicht mehr normal“, sagt Volker Zöller, Chef von Essity, einem großen Hersteller von Hygienepapier. „Wir als Essity werden die Preise um insgesamt knapp 20 Prozent erhöhen müssen, um die Kostenentwicklung auszugleichen“, erklärte er t-online.

Neben Toilettenpapier könnten auch Taschen- und Küchentücher betroffen sein. Besonders deutlich gestiegene Rohstoff- und Energiepreise liegen dem prognostizierten Preisanstieg zugrunde.

Toilettenpapier wird teurer: Rohstoff- und Energiepreise steigen – Probleme mit der Logistik

„Besonders die Zellstoffpreise sind durch die Decke gegangen“, so Zöller. Dazu kämen die momentanen Logistikprobleme. „Die Logistikpreise haben sich zum Teil vervierfacht. Das hat die Lage zusätzlich verschärft“, sagte er weiter.

Nun folgen Gespräche mit dem Handel: „Mit den meisten Kunden haben wir offene Verträge, da können wir schneller reagieren. Doch auch langfristige Verträge müssen dringend angepasst werden“, betonte Zöller. Er geht davon aus, dass sich die Preisanstiege auch in den Regalen der Discounter* und Drogeriemärkte* bemerkbar machen werden. Essity vertreibt bekannte Marken, darunter Zewa, Tempo und Tork.

Klopapier wird teurer: „In den nächsten Monaten wird sich die Lage nicht entspannen“

Klopapier war während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 zu einem umkämpften Verbrauchsgut geworden, nachdem es in vielen Läden ausverkauft war. Teils trug der Streit ums Klopapier bizarre Züge.

Schon vor acht Monaten war vor einem Klopapier-Preisanstieg gewarnt worden:

Nun scheint es zu einem weiteren Anstieg der Preise zu kommen: „In den nächsten Monaten wird sich die Lage nicht entspannen“, meint Zoller. Und auch vor Weihnachten 2021 macht das Wort „Lockdown“ wieder die Runde. Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt zwar aus, dass es noch vor Weihnachten zu einem Lockdown kommt – danach scheint aber noch alles offen zu sein. (dpa/kat) *tz.de und Merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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