Neue Gesetze und Regelungen

WhatsApp, Corona-Bonus, Kindergeld, Löhne: Das ändert sich ab Mai 2021

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„Wer rastet, der rostet!“ Pünktlich zum Tag der Arbeit kommen die Dinge in Bewegung. Diese Änderungen kommen ab Mai auf Dich zu – auf einige darfst Du Dich sogar freuen.

Leider, leider fällt der 1. Mai in diesem Jahr auf einen Samstag. Somit heißt es sowohl beim diesjährigen, als auch beim nächsten Tag der Arbeit: Kein verlängertes Wochenende für die Werktätigen. Zudem steht der Feiertag wieder ganz im Zeichen der Coronavirus-Pandemie. Doch das sollte kein Grund sein den Kopf in den Sand zu stecken. Das sehen offenbar auch die Gewerkschaften so und pochen auf Verbesserungen für die gebeutelten Arbeitnehmer. Für einige Beschäftigte werden die Forderungen tatsächlich umgesetzt: Beispielsweise werden für Maler und Lackierer die Löhne angehoben. Doch bei dieser Änderung ab Mai bleibt es nicht:

Gesetzlicher Feiertag Tag der Arbeit
Datum 1. Mai
Erstmals eingeführt: Streiktag der Arbeiterklasse 1919
Ursprung: USA: Knapp 400.000 Arbeiter streikten am 1. Mai 1886 in mehreren Städten und fordern die Einführung eines Acht-Stunden-Tag.
Corona-Pandemie 2020 verzichtete der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB erstmals in der Geschichte auf Großkundgebungen

Änderungen ab Mai 2021: Maler und Lackierer bekommen mehr Geld

Wie eingangs erwähnt, steigt der Mindestlohn für Maler und Lackierer. Dabei wird zwischen gelernten und ungelernten Arbeitnehmer unterschieden:

Während Erstere ab Mai 13,80 Euro pro Stunde erhalten, müssen sich die Ungelernten mit lediglich 11,40 Euro pro Stunde zufriedengeben. Doch die Arbeiter sollen darüber hinaus mit einer Corona-Prämie von 330 Euro bezuschusst werden.

Änderungen ab Mai 2021: Azubis bekommen mehr Geld im ersten Lehrjahr

Auch die Auszubildenden dürfen sich auf eine Erhöhung der Vergütung freuen. Bereits ab dem 1. Mai 2020 gilt ein Azubi-Mindestlohn für alle neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge.

Auszubildende erhalten ab dem 1. Mai 550 EUR brutto pro Monat im ersten Lehrjahr. Bis zum Jahr 2023 steigt das Gehalt des ersten Ausbildungsjahres.

Mai 2021: Erneuter Kinderbonus von 150 Euro

Die Verwerfungen der Corona-Pandemie sind nicht ausschließlich für Werktätige in prekären Jobs eine Belastung. Auch Familien leiden darunter.

Aus diesem Grund sollen Familien einen Kinderbonus erhalten. Der Zuschlag auf das Kindergeld soll im Mai 2021 einmalig 150 Euro betragen. Das geschieht automatisch; Eltern müssen keinen bürokratischen Antrag stellen.

Mai 2021: Corona-Zuschlag für Grundsicherungsempfänger

Neben dem Zuschlag beim Kindergeld erhalten auch Menschen, die auf Grundsicherung oder Sozialgeld angewiesen sind, einen gesonderten Corona-Bonus.

Auch hier muss kein gesonderter Antrag für den Zuschlag gestellt werden. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit soll der Corona-Bonus Mitte Mai ab der Kalenderwoche 19, also vom 10. Mai an, ausgezahlt werden.

Mai 2021: Änderung im Jugendschutzgesetz

Mobbing und sexualisierter Ansprache von Jugendlichen im Internet sind ein Dauerthema. Daher tritt zum 1. Mai folgerichtig eine Änderung des Jugendschutzgesetzes in Kraft.

Durch die Änderung des Gesetzes sollen Kinder und Jugendliche im Internet besser von Mobbing und sexualisierter Ansprache geschützt werden.

Beispielsweise müssen Plattformen, auf denen Spiele und Filme angeboten werden, einfache Melde- und Beschwerdeoptionen anbieten, falls sich die Kinder bedroht oder bedrängt fühlen.

Außerdem werden künftig einheitliche Alterskennzeichnungen für Online-Inhalte sowie Schutzmechanismen gegen Kostenfallen und Abzocke vorgeschrieben.

Änderungen im Mai 2021: Will Whatsapp dich ausspionieren und damit Geld machen?

Stichtag 15. Mai: Nach dem regelrechten Shitstorm im Zuge der neuen Nutzungsbedingungen hat der Messengerdienst WhatsApp deren Einführung im Februar kurzerhand um drei Monate verschoben.

Das Problem hierbei: Wer bis zu diesem neuen Stichtag diesen Bedingungen nicht zustimmt, kann die App zwar dann noch verwenden – allerdings lediglich sehr eingeschränkt. Demnach können Benachrichtigungen und Anrufe empfangen werden, der Nutzer kann diese aber nicht lesen oder selber Nachrichten verfassen.

Zudem plane WhatsApp, Nutzer nach und nach zu sperren, wenn sie die neuen Richtlinien des Messengers nicht annehmen. Das geht aus einem internen Schreiben des Entwicklers hervor, das dem Computer-Magazin „chip“ vorliegen soll.

Mit der Zustimmung zu den AGBs verzichtest Du sowohl auf Deine Privatsphäre, als auch auf Datenschutz. Denn die über Dich gesammelten Daten und Informationen bleiben nicht bei WhatsApp, sondern der Messengerdienst aus dem Hause Facebook gibt diese zur Analyse an andere Unternehmen weiter.

Zu soviel unternehmerischem Eifer kann man aus der Perspektive eines leidenschaftlichen Gewerkschafters nur sagen: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ (esk)

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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