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Rückruf ausgeweitet - erhöhte Gefahr: Bundesamt warnt vor Soße - wegen Vergiftungsgefahr

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Das Bundesamt für Verbraucherschutz ruft nun eine vegane Mandelssoße zurück und warnt vor lebensbedrohlichen Vergiftungen (Symbolbild).

Ausgeweiteter Rückruf: In der Mandelsoße des Herstellers „Joy in a Jar“ wurden gefährliche Bakterien nachgewiesen. Der Verzehr kann lebensbedrohliche Vergiftungen auslösen.

Update vom 19. Juli, 14.10 Uhr: Nach der Bekanntgabe des Produktrückrufes muss die betroffene Charge merklich ausgeweitet werden. Wie das Unternehmen mittlerweile eingestehen musste, sind sämtliche Mindesthaltbarkeitsdatums-Angaben möglicherweise von der bakteriellen Bedrohung betroffen - und nicht nur das vorher kommunizierte MHD 1.9.2021.

Produktwarnung bei veganer Soße: Diese Symptome können auftreten

Ursprungsartikel vom 12. Juli 2021: Braunschweig – Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gab am Freitag eine Warnung heraus: Das Produkt „Creamy Almond Ready to eat vegan Soße“ des Herstellers Joy in a Jar ist mit Clostridium-botulinum-Bakterien verunreinigt. Ausschließlich Chargen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 1.9.2021 sind von dem Rückruf betroffen.

Das Produkt wurde in Verkaufsstellen in Frankfurt am Main und Berlin vertrieben. Kunden, die die Soße online erworben hatten, erhielten vom Hersteller eine E-Mail mit der entsprechenden Information.

Produktrückruf: Creamy Almond Ready to eat vegan Soße des Herstellers Joy in a Jar kann Vergiftungen auslösen. Betroffen sind nur Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 1.9.2021.

Produktrückruf: So gehen betroffene Verbraucher vor

Die Bakterien können eine schwere Vergiftung, den sogenannten Lebensmittel-Botulismus auslösen. Das teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz mit. Zu den Symptomen zählen Lähmungserscheinungen, die sich zunächst mit verschwommenem Sehen, Doppelbildern, Schluckstörungen, trockenem Mund oder Lichtscheue bemerkbar machen. Auch Durchfall, Erbrechen oder Kopfschmerzen sind Symptome der Vergiftung. In der Folge kann die Lähmung auch den Herzmuskel oder die Atemmuskulatur betreffen, die Vergiftung ist damit potenziell lebensbedrohlich.

Wer das Produkt verzehrt hat und innerhalb von 36 Stunden Symptome bemerkt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen und den Verdacht von Lebensmittel-Botulismus äußern. Das Bundesamt rät aber davon ab, sich ohne Symptome vorsorglich in ärztliche Behandlung zu begeben.

Eine Rückgabe des betroffenen Produktes ist an jeder Verkaufsstelle von Joy in a Jar möglich. Auch ohne Vorlage des Kassenbons erhalten Verbraucher den Kaufpreis zurückerstattet. Sollten Fragen offen sein, hat das Unternehmen eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese ist unter 015 / 121260618 erreichbar. Auch per E-Mail können Verbraucher Joy in a Jar kontaktieren: hi@joyfuljars.eu.

Lebensmittelsicherheit in Deutschland

In Deutschland gelten strenge Richtlinien, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Rückrufe kommen dennoch von Zeit zu Zeit vor, die Anzahl der Rückrufe hat sich in den letzten Jahren sogar mehr als verdoppelt:

Bei Nahrungsmitteln sind vor allem zwei Gründe relevant für eine Produktwarnung: Fremdkörper und Verunreinigungen. Erst kürzlich rief Aldi Nord einen Dip zurück, der Glassplitter enthielt. Edeka, Rewe und Kaufland warnten vor einem Mehl, das gesundheitliche Probleme hervorrufen könne.

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