Viele Vorteile, aber...

Stiftung Warentest: ETF-Sparplan für Sparfüchse – So sparst Du richtig viel Geld

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Baden-Württemberg – Sparer haben es derzeit nicht einfach, ihr Geld zu vermehren. Eine Möglichkeit sind aber wohl ETF-Sparpläne. Diese hat Stiftung Warentest nun untersucht.

Wenn es um das liebe Geld geht, ist Schluss mit lustig - im wahrsten Sinne, denn derzeit gibt es kaum noch was für Gespartes. Hinzu kommt, dass viele Sachen teurer werden. So könnte Fleisch bei Discountern wie Aldi* bald mehr kosten, auch auf Milch könnte das zutreffen, die demnächst nur noch aus Haltungsformen drei und vier angeboten* werden soll. Sprit, Wohnen, Versicherungen - kaum ein Bereich ist nicht von höheren Preisen betroffen.

Aber: Wo soll das Geld herkommen und wie bleibt noch etwas für den Lebensabend übrig? Eine Möglichkeit könnten ETF-Sparpläne sein. Die wurden von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen und verglichen. Wie einige andere Testberichte* auch, hat HEIDELBERG24* auch dieses Mal zusammengefasst.

Stiftung Warentest: ETF-Sparpläne nutzen, um Geld zu sparen?

Sparen ist wichtig, das hat sich nicht geändert. Nur die Art und Weise, wie gespart werden soll, ist anders. Das Sparbuch ist out, der Aktienmarkt hingegen in. Aber Vorsicht: Bei Aktien schrillen die Alarmglocken vieler Menschen in Baden-Württemberg*. Spekulation, Risiko und im hohen Alter kein Geld, statt viel Geld? ETF-Sparpläne wirken dem entgegen. ETF steht für Exchange Trade Funds und während sie preiswert sind, ist sogar das Risiko geringer.

So heißt es bei Stiftung Warentest, dass man mit 200 Euro monatlicher Einzahlung über 30 Jahre bei einer „eher vorsichtigen“ Rendite, also dem Ertrag, den ein angelegtes Kapital über einen bestimmten Zeitraum bringt, von sechs Prozent auf ein Guthaben von 175.000 Euro kommt. Dabei hat man so „nur“ 72.000 Euro eingezahlt. Klar, es ist Spekulation dabei und niemand kann in die Zukunft schauen, aber es scheint auf alle Fälle mehr drin zu sein als bei einem Sparbuch.

Hinzu kommt, dass sich ETFs auf einen Index wie den Dax oder den Weltaktienindex MSCI World beziehen. Heißt: Mit einem ETF wird so viel Rendite erzielt „wie die breite Masse der Aktieninvestoren“, laut Definition von finanztip.de.

Stiftung Warentest: Die Vorteile des ETF-Sparplans

Stiftung Warentest nennt auch fünf große Vorteile der ETF-Sparpläne. So sind sie preiswert, da sie die monatlichen Sparbeträge gering sind. Der Ausgabeaufschlag entfällt und die Kaufkosten sind oft ebenfalls gering. Auch die fehlende Vertragsbindung ist ein Pluspunkt. Bei ETF-Sparpläne kann man aussetzen, kündigen und auch die Ratenhöhen ändern.

Verbraucherorganisation:Stiftung Warentest
Gründung:4. Dezember 1964, Berlin
Mitarbeiterzahl:362 (2020)

Zum Thema Risiko: Es gibt kein Kleingedrucktes und aufgrund des Börsenindex, dem ETFs folgen, sind auch Fehlentscheidungen von Börsenmanagern nicht relevant. Nun fehlt es dem ein oder anderen an Auswahl? Vermutlich nicht, denn ETFs gibt es in verschiedensten Varianten: Breite globale Indizes, spezielle Länder, auch Branchen sind möglich. Außerdem müssen ETF-Sparer zwar Kursschwankungen in Kauf nehmen, aber vor einer Bankpleite sind sie geschützt.

ETF-Sparplan: Stiftung Warentest sieht auch Nachteil

Allerdings ist auch nicht alles rosig in der Welt der ETFs. So gibt es die schon angesprochenen Kursschwankungen, denen ein ETF unterliegt. Das bedeutet auch, dass diejenigen, die ihren Wertzuwachs verlässlich kalkulieren möchten, nicht unbedingt für ETFs geeignet sind. Wer also einen langen Atem hat und bei Kurseinbrüchen keine Panik bekommt, wird meist entlohnt. Kleiner Tipp: Das Geld zum Anlegen in ETFs sollte keines sein, das kurz- oder mittelfristig benötigt wird.

Stiftung Warentest hat 19 ETF-Sparpläne mit Onlinedepots, einen mit Onlinedepot und App-Verwaltung, drei mit Onlinedepots bei Fondsbanken sowie vier Sparpläne mit Filialbankdepots aufgelistet und diese auf diverse Inhalte überprüft. Dazu zählen die Mindestrate, der jährliche Depotpreis aktiver Sparpläne oder der vorhandene Auszahlplan. Einen Testsieger gibt es nicht, denn jeder ETF-Sparplan hat seine Eigenheiten. Die übersichtliche Tabelle der ETF-Sparpläne sowie einen ETF-Sparplan-Rechner gibt‘s bei Stiftung Warentest. (tobi) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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