Wie viel gibt es 2022?

Nach Corona-Lockdowns und Nullrunde: „Ordentliches Plus“ bei der Rente in Aussicht

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Drei ältere Urlauber sitzen auf einer Bank an der Seebrücke in Prerow.

Höhere Renten? Nach der geringen oder ausbleibenden Erhöhung 2021 ist das im nächsten Jahr womöglich wieder drin. Eine Expertin gibt eine Einschätzung ab.

Berlin - Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können nach Einschätzung der Rentenversicherung im kommenden Jahr eine „ordentliche“ Erhöhung ihrer Bezüge erwarten. „Ich gehe davon aus, dass die ausgebliebene Erhöhung im kommenden Jahr in gewissem Umfang nachgeholt wird und die Rentner 2022 ein ordentliches Plus bekommen werden“, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Erhöht sich die Rente 2022? „Wie viel mehr es sein wird, wissen wir erst im nächsten Frühjahr“

„Wie viel mehr es sein wird, das wissen wir erst im nächsten Frühjahr, denn wir müssen ja die Lohnentwicklung im gesamten Jahr 2021 betrachten.“ Und es lasse sich derzeit nicht abschätzen, wie sich die vierte Corona-Welle auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt auswirkt. „Daher sind konkrete Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt unseriös.“

In diesem Jahr hatte es aufgrund des Corona-Einbruchs für Rentnerinnen und Rentner im Westen eine Nullrunde gegeben. In den neuen Bundesländern stiegen die Renten* zum 1. Juli um rund 0,7 Prozent.

Corona-Krise bremste Konjunktur aus - Folgen auch für die Rente

Roßbach erkennt eine deutliche Verbesserung der Lage gegenüber dem Vorjahr. „Wenn wir auf die Einnahmesituation der gesetzlichen Rentenversicherung schauen, werden wir nach den Vorausberechnungen auf das Gesamtjahr bezogen bei den Beitragseinnahmen sogar ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr haben“, erklärt sie. „Wobei es im vergangenen Jahr natürlich über längere Strecken den sehr harten Lockdown gab und wir deshalb in einigen Monaten des letzten Jahres deutlich niedrigere Einnahmen hatten“, fügt sie hinzu.

Die Entwicklung der Rente ist an die Löhne gekoppelt. Diese waren im Corona*-Jahr 2020 im Schnitt gesunken. Da eine Rentenkürzung durch eine „gesetzliche Rentengarantie“ ausgeschlossen ist, stagnierten die Bezüge im Westen. Im Osten stiegen sie dennoch leicht, weil der Rentenwert schrittweise bis 2024 an den im Westen angeglichen wird. (dpa/cibo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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