Nach Millionen-Abschreibung

Wirecard: Commerzbank bereitet Schadenersatzklage gegen Wirtschaftsprüfer vor

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Commerzbank-Filiale: Das Frankfurter Geldhaus bereitet eine Schadenersatz-Klage gegen Wirecard-Prüfer EY vor.
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Die krachende Pleite des Aschheimer Zahlungsdienstleisters Wirecard war auch für die Kreditgeber teuer. Die Commerzbank will sich jetzt zumindest einen Teil des Schadens zurückholen.

Frankfurt/Main – Für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY dürfte der Wirecard-Skandal* ein juristisches Nachspiel haben. Laut Manager Magazin will die Commerzbank EY auf Schadenersatz verklagen. Die britisch-australische Großkanzlei Ashurst solle die entsprechende Klage vorbereiten, heißt es.

Die Prüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) steht wegen ihrer Rolle als langjähriger Abschlussprüfer der insolventen Wirecard seit Monaten in der Kritik. Der inzwischen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax*) geflogene Zahlungsdienstleister aus Aschheim hatte im vergangenen Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und Insolvenz angemeldet. Die Münchener Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Wirecard seit 2015 Scheingewinne auswies, und ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs.

Commerzbank muss wegen Wirecard-Pleite Millionen abschreiben

Die Commerzbank, die zu den Wirecard-Kreditgebern gehörte, musste wegen des Desasters 187 Millionen Euro abschreiben. Jetzt könnte das Geldhaus versuchen, wenigstens einen Teil des Betrags per Schadensersatzklage bei EY zurückzuholen. Mit dem Schritt dürfte das Management auch gegenüber seinen eigenen Aktionären vor dem Vorwurf schützen, der Entwicklung tatenlos zugesehen zu haben.

Bei der Wahl des eigenen Bilanzprüfers hatte die Commerzbank bereits Konsequenzen gezogen. Anfang September hatten die Frankfurter angekündigt, der Hauptversammlung 2021 einen Wechsel des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 vorzuschlagen. (dpa/utz) *Merkur.de ist Teil des Ippen Redaktionsnetzwerks.

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