Apple Card boomt: Erfolgreicher Kreditkarten-Launch

  • Bild: Wikimedia / Joe Ravi

Neue Kreditkarte von Apple stößt bei iPhone-Inhabern auf positive Resonanz
Als Apple mit der Apple Card seine erste eigene Kreditkarte präsentierte, war die Überraschung groß. Gerade die Fans der Marke mit dem Apfellogo hatten wohl kaum mit einem Finanzprodukt gerechnet. Mittlerweile ist die Apple Card auf dem Markt und ausgesprochen erfolgreich ins Kreditkartengeschäft gestartet. In den USA schaffte die Apple Card demnach sogar einen neuen Rekord. Demnach sei laut Goldman Sachs, die das Projekt als Partnerbank unterstützt, bislang noch keine Kreditkarte so erfolgreich gestartet wie die Apple Card.

Die Apple Card startete offiziell im August. Schon zu Beginn war die Kundennachfrage sehr hoch. Vor der Vergabe der Apple Card wurde aber stets eine umfassende Bonitätsprüfung vorgenommen, sodass jede der Kreditkarten ohne einen Kompromiss herausgegeben wurde.

Apple und Goldman Sachs profitieren gemeinsam von dem Projekt
Für Apple und die Partnerbank Goldman Sachs soll sich die Kreditkarte gleichermaßen lohnen. Goldman Sachs gehört bislang zu den Banken, die eher im Investmentgeschäft agieren. Durch die Apple Card wird nun auch der Sektor mit den Privatkunden für das Unternehmen greifbar. Dabei soll gerade zu Beginn die Rentabilität der Karte noch auf sich warten lassen, wie Goldman Sachs einräumte. Die Bank musste rund um die Apple Card eine eigene Infrastruktur aufbauen. Für die Realisierung der Apple Card gründete Goldman Sachs die Markus-Plattform, die ein Einlagenvolumen von insgesamt 55 Milliarden Dollar besitzt. Über diese Plattform sollen in Zukunft 5 Milliarden Dollar an Krediten vergeben werden.

In Deutschland gibt es die Apple Card bislang allerdings noch nicht. Wann sie den Weg auf den hiesigen Kreditkartenmarkt finden wird, ist demnach weiter offen. Als die Apple Card vorgestellt wurde, beteuerte CEO Cook allerdings noch, dass die Karte auch hierzulande flott verfügbar sein soll.

Was ist der Unterschied zu bereits verfügbaren Kreditkarten?
Auch in Deutschland kann bei der Apple Card mit Sicherheit mit großer Nachfrage gerechnet werden. Doch wie unterscheidet sie sich von schon verfügbaren Karten? Der größte Unterschied zu anderen Kreditkarten wie der Postbank Kreditkarte ist die Bindung an ein iPhone. Während die Postbank Kreditkarte unabhängig von einer bestimmten Hardware verwendet werden kann, wird für die Apple Card das iPhone gebraucht. Apple baut bei der Realisierung seines Kreditkartenangebotes immerhin auf die Verwendung von Apple Pay und das gibt es nur mit dem iPhone.

Die Apple Card wird ohne Jahresgebühr angeboten was sie natürlich sehr attraktiv für die Anwender macht. Anders sieht es bei den in Deutschland bislang angebotenen Kreditkarten aus. Hier fallen meistens Jahresgebühren in unterschiedlicher Höhe an. Bei der Postbank Kreditkarte starten die Jahresgebühren bei 9,90 Euro, können aber auch fast 60 Euro betragen. Entscheidend ist, welches Kreditkartenangebot gewählt wird. Auch die in Deutschland ebenso verfügbare Commerzbank Kreditkarte ist mit einer Jahresgebühr von wenigstens 39,90 Euro verbunden. Für diejenigen, die es aber nicht schaffen, ihr Saldo pünktlich auszugleichen, geht die Apple Card mit hohen Zinsen einher. Hier unterscheidet sich das Kreditkarten-Modell von Apple doch deutlich von der klassischen Kreditkarte. Immerhin ist die Apple Card als Cashback-Modell konzipiert.

Bildquelle: Wikimedia / Joe Ravi

© Schwäbische Post 28.10.2019 11:37
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