Cashback statt Punkte sammeln“: paycentive-CEO Oliver Dümpe baut ein verbraucherfreundliches Loyalty-Netzwerk für den Mittelstand auf

  • paycentive-CEO Oliver Dümpe baut ein verbraucherfreundliches Loyalty-Netzwerk für den Mittelstand auf

Das Augsburger Fintech-Unternehmen paycentive hat eine Plattform entwickelt, durch die Bezahlkarten gleichzeitig auch als Bonuskarten genutzt werden können. Immer mehr regionale Händler nutzen die Loyalty-Plattform und auch zahlreiche deutsche Sparkassen haben sich dem System bereits angeschlossen. CEO Oliver Dümpe erklärt, wie das Ganze funktioniert, wie sich paycentive von anderen Bonusprogrammen unterscheidet und wie das Unternehmen den neuen digitalen Loyalty-Standard für KMU schafft.

Herr Dümpe, fast 5.000 Unternehmen nutzen bereits paycentive als Loyalty-Lösung. Was genau ist der große Vorteil im Vergleich zu anderen Bonusprogrammen, gerade für kleine und mittelständische Unternehmen?

Für kleine und mittelgroße Firmen sind Kundenbindungsprogramme schwer umzusetzen. Wir besetzen deshalb ganz bewusst die Lücke zwischen klassischer Stempelkarte und großen Loyalty-Programmen auf Punktebasis – kostengünstig, mit einem minimalen administrativen Aufwand und ohne zusätzliche Infrastruktur. Davon haben sich bereits mehr als 4.700 regionale und überregionale Händler, Dienstleister und Gastronomen sowie auch zahlreiche Outlets bekannter Filialisten überzeugt. Das Loyalty-Programm ist von Anfang an als digitale Plattform konzipiert, lohnt sich besonders für KMU und ist perfekt auf deren Bedürfnisse zugeschnitten – wir setzen damit einen neuen digitalen Standard im Loyalty-Bereich. Denn neben großen Filialisten kann beispielsweise auch das Schuhhaus Mayer aus Musterstadt mit paycentive ohne viele Umstände attraktive Zielgruppen erreichen, Kundenbindung und Kundenaktivität erhöhen und Zusatzerträge erzielen.

Auch rund 40 Sparkassen arbeiten mittlerweile als Kooperationspartner mit Ihnen zusammen, die wiederum mehr als 5,5 Millionen Kunden mit einer „Sparkassen-Card“ (Debitkarte) haben. Wie genau können diese damit Treueboni sammeln?

Das Prinzip von paycentive ist ebenso simpel wie gewinnbringend: Man bezahlt in teilnehmenden Geschäften, Freizeiteinrichtungen und Gaststätten mit seiner Karte beziehungsweise per Mobile Payment oder kontaktlos und erhält einmal im Monat automatisch alle gesammelten Treueboni als Gutschrift aufs Konto. Das sind in der Regel zwischen 1 und 5 Prozent der Kaufsumme. Kurz gesagt steht paycentive für Cashback statt Punkte sammeln, und das ohne zusätzliche Plastik- oder Stempelkarte, ohne Registrierung und ohne lästige Fragen an der Kasse. Auch der Umtausch von Punkten oder Meilen in mehr oder weniger attraktive Prämien entfällt. Die Devise lautet: den Kartendschungel lichten – und Verbraucher mit Cashback belohnen!

Wie stark nutzen die Verbraucher denn dieses Modell?

Die Erfahrung zeigt, dass die Konsumenten das Modell sehr begrüßen – sowohl was die einfache Methode zum Geldsparen angeht als auch den Aspekt, den lokalen Handel zu unterstützen. Seit unserem Start im Jahr 2014 wurden knapp 5 Millionen Transaktionen abgewickelt und etwa 7 Millionen Euro Treueboni ausbezahlt. Vor Kurzem konnten wir erstmals mehr als 300.000 Transaktionen in einem Monat verzeichnen. Die Wachstumsraten sind dabei nach wie vor extrem hoch.

Aktivere Kunden heißt auch, dass mehr Geld ausgegeben wird?

Bislang summieren sich die Umsätze bei den Handelspartnern von paycentive auf mehr als 300 Millionen Euro und im Schnitt sehen wir einen um 34 Prozent höheren Umsatz je Kartenzahlung im Vergleich zur „normalen“ Girocard-Nutzung. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Ein Anreizsystem wie paycentive liefert häufig den entscheidenden Kaufimpuls und steigert die Kauffrequenz. Zudem kann es Anreize für das Ausprobieren neuer Produkte oder Dienstleistungen setzen und davon abhalten, den Anbieter zu wechseln.

Für Datenschützer sind Loyalty-Programme ein rotes Tuch, weil in der Regel Kundendaten die harte Währung sind. Wie viel „Pay“ steckt für den Verbraucher eigentlich in „paycentive“?

Unser Name setzt sich aus „Payment“ und „Incentive“ zusammen. Wir verstehen das aber ausschließlich vom funktionalen Aspekt her, also direkt beim Bezahlen Geld zurückzuerhalten. Ein ganz wesentlicher Unterschied zu anderen, bekannten Programmen ist nämlich: Unser System funktioniert ohne die Nutzung von persönlichen Daten. Nutzer müssen sich also keinerlei Sorgen machen, mit paycentive zu „gläsernen Kunden“ zu werden oder unerwünschte Werbung zu erhalten. Diese schlanke Datenhaltung ist uns sehr wichtig. Selbstverständlich legen paycentive und die Bankinstitute selbst höchsten Wert auf die Einhaltung aller Datenschutzrichtlinien.

Und was haben die Sparkassen als Kooperationspartner von dem Programm?

Mit paycentive werten Sparkassen ihre Bezahlmedien entscheidend auf und schaffen eine moderne Alternative für ein eventuell bereits vorhandenes, aber vielleicht schon älteres, regional begrenztes und meist nicht digitales Vorteilsprogramm. Im Vergleich zu anderen Mehrwertleistungen ist der Nutzungsgrad von paycentive dabei weitaus höher. Zudem werden die Endkunden nicht nur an ihrem Wohnort, sondern in allen paycentive-Regionen für den Karteneinsatz belohnt. Ein entscheidender Vorteil z. B. für Urlauber oder Pendler. Für die mit uns kooperierenden Sparkassen schaffen wir entscheidende Wettbewerbsvorteile und stellen ein wichtiges strategisches Instrument zur Verfügung, um im umkämpften Markt Kundenbeziehungen nachhaltig und profitabel zu gestalten. Die Sparkassen und Banken profitieren aber nicht nur von einer stärkeren Kundenbindung, sondern auch durch insgesamt aktivere Kunden und deren stärkere Kartennutzung.

Weitere Informationen zum Bonusprogramm finden Sie auf www.paycentive.de.

Bildquelle: http://www.paycentive.de

© Schwäbische Post 13.11.2019 10:05
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