Mehr Umsatz im E-Commerce trotz Corona

Corona hat der Wirtschaft in nahezu allen Ländern der Welt enorm zugesetzt. Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe treffen vor allem lokale Geschäfte, Restaurants und alle Dienstleistungen, wo Menschen aufeinandertreffen. Doch was des einen Freud ist, ist des anderen Leid und so gibt es auch in diesen schweren Zeiten Unternehmen, die stark von der aktuellen Situation profitieren. Der E-Commerce bzw. der Online-Handel meldet wachsende Umsätze mit weiterer Tendenz nach oben.

Hohe Auslastung und Lieferengpässe

Sicherlich haben Sie es auch schon gesehen. Ein Shop hat Lieferengpässe. Die normale Lieferzeit von 2 bis 3 Tagen hat sich auf 2 bis 4 Wochen erhöht. Auch Amazon hat eine längere Zeit bei vielen Artikeln eine deutlich längere Lieferzeit gemeldet, als es die Kunden eigentlich gewohnt sind. Man wollte zunächst nur die relevanten Artikel mit der üblichen Geschwindigkeit versenden können und hat daher die Kapazitäten freigehalten.

Inzwischen hat sich die Situation wieder etwas beruhigt, doch nach wie vor gibt es einen sehr großen Anteil an Menschen in der Bevölkerung, die es vorziehen, online einzukaufen. Das freut natürlich alle Händler, die bereits im Internet vertreten sind. Doch sind eigentlich alle Shops für einen starken Anstieg an Besuchern und Käufern gerüstet? Überprüfen ließe sich der Ist-Zustand eines Shops beispielsweise von einer professionellen Onlinemarketing Agentur. Sind die Server ausreichend dimensioniert? Ist der Checkout, also die Kasse, so optimiert, dass von jedem Endgerät aus ohne Probleme eingekauft und bezahlt werden kann? Nur echte Experten auf diesem Gebiet können aus einem Strom an Besuchern auch zahlende und wiederkehrende Kunden machen.

Vom lokalen Geschäft zum Online Händler

Viele haben vielleicht schon lange darüber nachgedacht, doch den Schritt bisher noch nicht gewagt. Durch das Corona Virus hatten viele lokale Einzelhändler keine andere Wahl mehr. Der Verkauf musste über einen Onlineshop weiterlaufen. Hier stellen sich zunächst einige Fragen, denn ganz so einfach ist der Umstieg nicht.

Sind die zu verkaufenden Waren für den Versand überhaupt geeignet? Sind die technischen Fähigkeiten vorhanden, einen Onlineshop zu starten oder gibt es ansonsten ausreichend Budget, um dies einer Agentur zu überlassen? Gibt es eventuell schon ein Konzept, mit dem man nun aus der Not eine Tugend macht und noch einmal neu durchstartet?

In vielen Kommunen und Ortschaften haben sich sogenannte Einzelhandelsverbände gegründet. Kleine Geschäfte haben zusammengelegt und einen großen Online Shop für verschiedene Waren aus dem lokalen Umfeld ins Leben gerufen. Ob dies langfristig der richtige Weg ist, bleibt abzuwarten. Um in der ersten Corona Zeit über die Runden zu kommen und die langjährigen Kunden mit Waren zu versorgen sicherlich ein sinnvoller Schritt. Durch die Lockerungen, die nach und nach beschlossen wurden, bekommt auch der lokale Einzelhandel langsam wieder das Leben eingehaucht, wobei der alte Status noch meilenweit entfernt ist. Die echten Verluste treten sehr wahrscheinlich erst nach und nach zu Tage.

Photo by Andrew Neel on Unsplash

© Schwäbische Post 24.07.2020 15:34
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