Ökologisch orientierte ETFs: Ethische Anlage mit nachhaltiger Rendite

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Wer seine private Fonds-Vorsorge nicht in Rüstungsunternehmen, Atomenergie oder Umweltsünden investieren will, setzt am besten auf ethisch und ökologisch orientierte ETFs.

Eine saubere Anlagen-Alternative ist gefragt
Viele sind zunehmend sensibilisiert, wenn es um ihre Geldanlagen geht: Investments in Unternehmen, die Kohle oder Öl fördern, Streumunition oder Minen herstellen oder ihre Mitarbeiter ausbeuten, sind bei immer mehr Sparern verpönt. Aus diesem Grund haben sich nachhaltige ETFs in den letzten Jahren zu einer gefragten Alternative entwickelt.

Eine gute Kombi: ETFs und nachhaltig agierende Unternehmen
Bei ETFs („Exchange-Traded Funds“) handelt es sich um börsengehandelte Indexfonds, die die Wertentwicklung eines Aktienindex abbilden, wie etwa den deutschen Aktienindex (DAX). Das bedeutet: ETFs investieren nicht in einzelne, sondern in alle Wertpapiere des Index. Das sorgt für eine breite Streuung des Risikos. Zusätzlich kosten ETFs wenig Gebühren, da sie passiv verwaltete Fonds sind. Das heißt: Sie kommen ohne einen Fondsmanager aus, der das Kapital aktiv managt und dafür bezahlt werden will.

Wie bei allen börsengehandelten Finanzprodukten besteht auch bei ETFs ein Verlustrisiko, schließlich investieren die Anleger in Aktien. Allerdings hält es sich durch die breite Streuung über viele Branchen und Aktiengesellschaften in Grenzen. Außerdem unterliegen ETFs als Sondervermögen einem besonderen, gesetzlich untermauerten Schutz.

Ökologisch orientierte ETFs investieren nicht in einen Aktienindex wie den DAX, sondern in Indizes, die sich wiederum in wirtschaftlich nachhaltig agierenden Unternehmen engagieren. Diese Firmen zeichnen sich beispielsweise durch Transparenz, Umweltschutz, den Erhalt der Artenvielfalt oder den Kampf gegen den Klimawandel aus.

ESG-Kriterien helfen, nachhaltige Unternehmen zu erkennen
Bei der Auswahl solcher Firmen haben sich die ESG-Kriterien zur Unternehmensbeurteilung (Environment, Social and Governance – Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) durchgesetzt. Firmen, in die nachhaltige ETFs investieren, müssen sich laut diesen Kriterien unter anderem durch ein hohes Maß an Energieeffizienz, Gesundheitsschutz und eine ökologisch orientierte Unternehmensführung auszeichnen.
Die Entwicklung nachhaltiger ETFs lässt sich wie bei anderen Anlageprodukten heute ganz einfach mobil verfolgen. Geeignete Tools sind die Comdirect Trading App, das Trader-Konto der Consors Bank oder die App des Finanzdienstleisters tecis. Informationen über das Online-Depot der mytecis-App finden sich im tecis Kundenportal. Über das Depot lassen sich die ETFs jederzeit einsehen.

Zwei ETFs mit nachhaltiger Wirkung
Der ETF iShares (ISIN IE00B57X3V84) investiert in den Dow Jones Sustainability Index World Enlarged. Der Index beinhaltet weltweit etwa 600 nachhaltig agierende Unternehmen. Grundlage für die Aufnahme dieser Unternehmen in den Index ist ein hundertseitiger Fragebogen, der von Analysten bewertet wird. Ein Fünftel der als besonders nachhaltig ermittelten Firmen, die an der Börse die höchsten Werte erreichen, wird dann in den Dow Jones Sustainability Index aufgenommen.

Der ETF UBS (ISIN LU0629459743) bildet den MSCI World Socially Responsible Index (SRI) ab. Dieser Index beinhaltet etwa 400 Unternehmen aus aller Welt, die den ESG-Kriterien am besten entsprechen. Auch bei diesem Index haben Analysten die Firmen des Index im Vorwege mithilfe von Medien- und Geschäftsberichten sorgfältig ermittelt.

Bildquelle: unsplashWilliam Iven 

© Schwäbische Post 02.09.2019 08:31
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