PayPal und Rechnungskauf sind die beliebtesten Bezahlmethoden

Beim Online-Shopping wird den angebotenen Zahlungsmethoden ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Die Kaufentscheidung der Kunden wird maßgeblich beeinflusst durch das Angebot der Art und Weise, wie die Bestellung bezahlt wird. Etwa jeder dritte Kunde bricht den Bestellvorgang ab, wenn seine präferierte Bezahlmethode nicht zur Verfügung steht. Vor allem den Kauf per Rechnung und per PayPal sollten Online-Händler in ihrem Repertoire haben, denn dies sind die beliebtesten Bezahlmethoden. PayPal geht die Beteiligung an den Zahlungsvorgängen derweil noch nicht weit genug und bietet mit PayPal PLUS eine breitere Lösung für Händler an.
  • PayPal oder Kreditkarte? Für die Kunden ist PayPal offenbar deutlich bequemer. Bildquelle: ymgerman – 418042027 / Shutterstock.com
  • Mit weitem Abstand führen Rechnung und PayPal die beliebtesten Bezahlmethoden an. Quelle: ECC Köln, Statista.com

In Deutschland haben nach Angaben von PayPal mehr als 50.000 Online-Shops den Bezahldienst in ihr Angebot aufgenommen. Der bekannteste Bezahldienst im Internet übernimmt die Zahlungsabwicklung in vielen Bereichen:

• Online-Shops
• Lieferdienste
• Hochschulen
• Streaming-Dienste
• App Store
• Online-Casinos
• Usw.

Überall dort, wo Geld den Besitzer wechselt, kann PayPal agieren. Während sich die ehemalige Ebay-Tochter bei Online-Shops bereits etabliert hat – allerdings verzichtet Amazon gänzlich auf PayPal – und mittlerweile zwingend erforderlich für den Erfolg ist, setzen auch andere Geschäftsmodelle auf den schnellen und sicheren Zahlungsverkehr. Lieferdienste haben den Service ebenfalls für sich und ihre Kunden entdeckt, so dass die Pizza ebenfalls mit PayPal bezahlt werden kann, wenn man hungrig ist und kein Bargeld im Haus hat.

Selbst Hochschulen bieten für die Bezahlung ihrer Kurse mittlerweile vereinzelt PayPal als Zahlungsmethode an. Auch Online-Casinos stillen durch den Anbieter das Verlangen ihrer Kunden nach Sicherheit und Zuverlässigkeit beim Zahlungsverkehr. Mehr zum PayPal-Thema im Glücksspielbereich erfahren Sie auf einschlägigen Seiten im Internet.

PayPals rasantes Wachstum

Bei den Zahlungsmöglichkeiten ist nur der Kauf auf Rechnung beliebter als PayPal, aber das kann sich in den nächsten Jahren ändern. Der Online-Bezahldienst verzeichnet ein stetiges und starkes Wachstum bei der Anzahl der Transaktionen, die über PayPal abgewickelt werden. Insgesamt stieg die Anzahl der Transaktionen pro Quartal über den Bezahldienst innerhalb von sieben Jahren von 421 Millionen (4. Quartal 2010) auf fast 2,2 Milliarden (4. Quartal 2017). Damit stieg die Anzahl der weltweiten Transaktionen um das Fünffache.

Das geht natürlich auch mit dem Wachstum im Online-Handel einher, wovon PayPal profitiert, da das Unternehmen an jeder Transaktion verdient. Dass diese Form der Bezahlung aber auch den Kunden nützlich ist, zeigt die Beliebtheit der Zahlungsverfahren.

Jeder Dritte bevorzugt PayPal als Zahlungsmethode in den deutschsprachigen Ländern. Etwas Vorsprung hat der Rechnungskauf allerdings noch. Das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen ist die Zahlung per Rechnung sehr kundenfreundlich, da man erst nach dem Erhalt der Ware die Zahlung leisten muss. Zum anderen ist diese Variante den Kunden lange bekannt. Nicht nur aus dem Online-Handel, sondern auch schon aus dem obsoleten Versandhandel über Kataloge und natürlich aus dem stationären Handel.

Darüber hinaus gewährleistet der Kauf auf Rechnung eine hohe Sicherheit in Bezug auf die Kundendaten. Hackerangriffe auf Zahlungssysteme und Phishing-Attacken bei den Kunden können dafür sorgen, dass persönliche Daten in die falschen Hände gelangen. Die Sicherheit bei den Zahlungsvorgängen im Internet ist elementar. Aber selbst Banken sind nicht sicher vor Hackerangriffen.

Auf der anderen Seite haben Rechnungen allerdings auch Nachteile für die Händler. Sie sind nicht vor einem Zahlungsausfall geschützt. Zudem kommt es beim Kauf auf Rechnung häufiger zu Retouren, da die Kosten des Umtausches meist vom Händler übernommen werden. Aufgrund des Mehraufwandes, zusätzlicher Kosten und des erhöhten Zahlungsausfallrisikos nehmen viele Händler im Internet aber Abstand vom Kauf auf Rechnung oder erheben eine Servicegebühr. Das schmälert entsprechend die Akzeptanz und lässt PayPal weiteren Raum für Wachstum.

PayPal will auch am Kauf auf Rechnung verdienen

Aber das Wachstum des größten Online-Bezahldienstes wird ohnehin nicht dem Zufall überlassen. Um an noch mehr Transaktionen beteiligt zu werden, haben Anbieter im Internet die Möglichkeit, über PayPal PLUS mehrere Zahlungsarten zu vereinen. Mit der Integration des PayPal PLUS Moduls können Online-Shop-Betreiber ihren Kunden die Zahlungsarten PayPal, Kauf auf Rechnung, Lastschrift und Kreditkarte anbieten.

Die Abwicklung geschieht dabei gänzlich über den Online-Bezahldienst. Das Risikomanagement wird ebenfalls von PayPal übernommen und der Händler erhält nach dem Kaufabschluss sofort sein Geld. Auch beim Kauf auf Rechnung. Dabei ist es nicht nötig, dass der Kunde ein PayPal-Konto besitzt. Klingt nach einer Win-Win-Situation für Kunden. Der Service ist allerdings nicht kostenlos. Für jede Transaktion verlangt PayPal zwischen 1,79 % und 2,49 % zzgl. 0,35 Euro. Diese Kosten werden meist nicht direkt an den Kunden weitergeleitet, sind aber durchaus im Verkaufspreis der Produkte eingepreist.

Bildquelle: ymgerman – 418042027 / Shutterstock.com

© Schwäbische Post 24.04.2018 09:37
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