Regulierung des online Wett- und Glücksspielmarkts

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Die Gaming-Industrie bringt jährlich immer mehr Spiele auf den Markt, die Spieler weltweit beeindrucken. Doch schon längst sind es nicht mehr nur die PC- oder Konsolen-Titel, die eine ganze Generation süchtig machen. Mobile Gaming und Mikrotransfers lassen Jugendliche in Deutschland immer mehr Zeit und vor allem auch Geld investieren. Vor einigen Tagen erst meldete sich das junge Talent Miles „Mulz“ Skorpen zu Wort. Dieser hatte Münzen für das FIFA Ultimate Team von einem Drittanbieter gekauft und wurde daher von EA SPORTS gesperrt. Dieser entschuldigte sich und gab dabei zu Protokoll, das er bereits mehr als 5.000 US-Dollar für seinen Kader investiert hatte. Auch wenn der 16-Jährige ein kommender Stern am FIFA-Himmel sein könnte, zeigt diese Geschichte, wie groß der Druck und das Verlangen ist, virtuell Geld auszugeben.

In Deutschland gibt es laut den Krankenkassen viele spielsüchtige Jugendliche. Rund 500.000 sollen es sein. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen. Denn gerade der Bereich des Mobile Gaming lässt sich nur wenig überwachen und fast jeder hat heute ein Smartphone in der Tasche. Besonders verführerisch sind in diesem Bereich die „kostenlosen“ Spiele des Free2play-Modells. Diese verfolgen zum größten Teil das Konzept, eingängige Spielmechaniken umzusetzen und den Spieler schnell in einen „Handlungsstrudel“ einzubinden. Nach einer kurzen Zeit jedoch ist ein Weiterkommen nur mit Echtgeld möglich oder aber das Spielgeschehen wird unerträglich zäh. Alleine in Deutschland macht das Free2play-Modell mehr als eine halbe Milliarde Euro Umsatz pro Jahr. Damit hat dieses Spielmodell zu 97 Prozent Anteil an den Einnahmen im Appstore. Mögliche Zahlungsoptionen reichen von wenigen Cent bis hin zu mehr als 100 Euro. Dazu kommt, dass mit dem Echtgeld virtuelle Dinge gekauft werden, die oftmals zufällig generiert sind. Somit bekommt der Spieler nicht zwingend, was er für das Geld erwartet hat oder was ihn im Game weiterbringt.

Daher ist es immer wichtiger den Jugendschutz großzuschreiben. Das haben nach Jahren des Streits nun auch die Bundesländer erkannt und setzten ihr Vorhaben um, den Wett- und Glücksspielmarkt zu regulieren. Erste Schritte sind zum Beispiel die Bewertung von Spielhallen. So dürfen sich im näheren Umfeld einer Schule keine mehr ansiedeln oder müssen, falls vorhanden, schließen. Doch auch die Anbieter von Sportwetten und Online-Casinos werden in Zukunft nach genauen Regeln handeln müssen, um ihre Dienste in Deutschland anbieten zu dürfen.

Eigenverantwortung und klare Kommunikation

Kinder und Jugendliche müssen vor solchen Praktiken geschützt werden. Erste Verbote für solches Vorgehen gibt es in Belgien. Auch andere Länder prüfen die rechtliche Handhabe. Dennoch sind gerade Online-Casinos bei vielen Erwachsenen täglicher Bestandteil der Freizeitgestaltung. Auf casino24.org finden sich im großen Casino-Test seriöse und zuverlässige Anbieter mit gültigen Lizenzen. Ebenso wird im Vergleich aufgezeigt, welche Online-Casinos in Deutschland lukrative Boni anbieten. Zudem stellt sich das Portal offensiv gegen betrügerische Glücksspielanbieter. Dennoch sollten Eltern die ihre Zeit mit Spielen wie Roulette, Blackjack oder Slots verbringen, dies den Kindern gegenüber klar kommunizieren, abgrenzen und eigenverantwortlich mit diesem Medium umgehen. So lernt der Nachwuchs zuhause schon ein positives Verhalten dieser Materie gegenüber. Denn die Branche an sich wird auch in den nächsten Jahren wachsen. Daher ist der richtige Umgang gerade im privaten Bereich von essenzieller Wichtigkeit. Denn Kinder und Jugendliche werden sicher auf dem Schulhof damit konfrontiert.

© Schwäbische Post 19.06.2019 10:18
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