Schritt für Schritt Vermögen aufbauen

Vermögensaufbau ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Einige sind mutlos und versuchen es erst gar nicht. Andere sind sehr mutig und investieren zu viel Geld in riskanten Strategien. Um sinnvoll Vermögen aufzubauen, ist es wichtig, die Grundlagen zu verstehen. Geld lässt sich nur dann langfristig anlegen, wenn es entbehrlich ist.

Das Terrassenmodell gibt Orientierungshilfe

Um Vermögen aufzubauen, ist es notwendig, dauerhaft mehr Geld zu verdienen als auszugeben sowie die laufenden Finanzen im Griff zu haben. Als Erstes ist ein günstiges Girokonto erforderlich. Über dieses Konto lässt sich der laufende Zahlungsverkehr abwickeln. Geld, das für die regelmäßigen monatlichen Aufwendungen nicht benötigt wird, lässt sich beiseitelegen. Es ist empfehlenswert, etwa eine durchschnittliche Monatsausgabe auf der hohen Kante zu haben.

Parkplatz Tagesgeldkonto

Das Geld für die kleine Notfallreserve lässt sich bequem auf einem Tagesgeldkonto hinterlegen. Dort gibt es Guthabenzinsen, dennoch ist das Geld jederzeit verfügbar. Wie das Tagesgeldkonto genau funktioniert, erklärt die BaFin (Bundesaufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen) in einem Artikel. Weltsparen.de ist eine Plattform, die einfache Spar- und Investmentprodukte anbietet. Diese Plattform kooperiert mit Anbietern, die globale Investmentprodukte im Portfolio haben. Es sind nur Produkte von Anbietern im Angebot, die ein solides Geschäftsmodell aufweisen und die Zinsen langfristig garantieren. Dort können Nutzer verschiedene Tagesgeldkonten vergleichen. Das Tagesgeldkonto ist bereits Terrassenstufe II. Mit den verzinsten Tagesgeldkonten als Parkplatz für den Notgroschen ist das Geld jederzeit verfügbar. Derzeit sind die Zinsen hier allerdings extrem niedrig. Wichtig ist, das Geld bei einem seriösen Anbieter anzulegen, der in der derzeitigen Niedrigzinsphase noch ein wenig Rendite verspricht.

Ansparen von Eigenkapital

Bevor jemand an Vermögensaufbau und das Ansparen von Eigenkapital denkt, sollten keine Schulden mehr bestehen. Eventuell vorhandene Konsumentenkredite sind zunächst vollständig zu tilgen. Eine andere Vorgehensweise wäre nicht mutig, sondern unvernünftig. Wer bereits seinen Notgroschen beiseitegelegt hat, kann mit dem richtigen Sparen anfangen und Eigenkapital aufbauen. Das ist das Geld für mittelfristige Ziele, wie beispielsweise Eigentumserwerb oder für ein Sabbatjahr. Welche Strategie beim Sparen zur Anwendung kommt, hängt stark vom Zeitrahmen ab. Wer seine Ziele innerhalb kurzer Zeit erreichen möchte, sollte sich nicht zu viel Zeit lassen, aber dennoch bedächtig vorgehen. Je schneller ein Ziel zu erreichen ist, desto sicherer sollte die Zinsanlage sein. Schwankungsanfällige Anlagen sind hier nicht geeignet. Als Anlageformen kommen eher Termingelder oder Anleihen für die gewünschte Spardauer infrage. Grund dafür sind die niedrigen Zinsen der EZB – der Europäischen Zentralbank –, die derzeit bei null Prozent liegen.

Erst jetzt geht es an den langfristigen Vermögensaufbau

Wenn in den ersten drei Stufen das notwendige Geld angespart ist, geht es an den langfristigen Vermögensaufbau. In der vierten Stufe geht es um die Investition freier Mittel, die über einen längeren Zeitraum entbehrlich sind. Die Rede ist von Zeiträumen von mindestens sieben oder zehn Jahren. Je länger der Sparhorizont ist, desto mehr sollte sich das Portfolio auf langfristig renditestarke Geldanlagen fokussieren, beispielsweise Aktien.

Welche Anlageform in welcher Stufe?

Wie sieht die perfekte Geldanlage aus? Sie muss eine hohe Rendite erwirtschaften, sicher sein und jederzeit in Bargeld verwandelt werden können. Leider existiert eine solche Anlageform nicht. Dennoch sind diese drei Punkte wichtig: Sicherheit, Verfügbarkeit und Rendite. Zwischen Rentabilität sowie Sicherheit besteht ein Spannungsverhältnis. Denn je sicherer eine Geldanlage ist, desto geringer ist in der Regel die Rendite. Im umgekehrten Fall steigert ein höheres Risiko die Chancen auf einen ordentlichen Gewinn. Wenn also zwei Geldanlagen gleich sicher sind, wählt jeder die Anlageform, die eine höhere Rendite verspricht. Ein ähnliches Spannungsverhältnis herrscht zwischen Verfügbarkeit und Rendite. Leicht liquidierbare Anlagen haben üblicherweise geringere Renditen.

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© Schwäbische Post 21.06.2019 08:37
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