Lohn-Plus für rund 1500 Beschäftigte in der Gebäudereinigung

Reinigungskräfte Dank eines neuen Tarifvertrags bekommen die Beschäftigten in diesem Jahr mehr Geld.

Aalen. Die rund 1500 Beschäftigten, die im Ostalbkreis in der Gebäudereinigung arbeiten, bekommen im neuen Jahr mehr Geld. Die Lohnuntergrenze in der Branche steigt von 10,80 Euro auf 11,11 Euro pro Stunde. In zwei weiteren Stufen klettert der Einstiegsverdienst bis 2023 um insgesamt elf Prozent auf dann zwölf Euro, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt.

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr es auf Sauberkeit und Hygiene in Krankenhäusern, Schulen und Büros ankommt. Für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen erhalten die Beschäftigten nun eine faire Anerkennung“, sagt Mike Paul von der IG BAU Stuttgart.

Der neue Tarifvertrag bedeute für Reinigungskräfte einen „großen Schritt heraus aus dem Niedriglohnsektor“. Zugleich profitieren Fachkräfte: Beschäftigte in der OP-Reinigung kommen auf ein Plus von 8,7 Prozent bis 2022. Glas- und Fassadenreiniger erhalten 7,6 Prozent mehr und verdienen nach der dritten Tariferhöhung 15,20 Euro pro Stunde. Darüber hinaus gibt es für Gewerkschaftsmitglieder einen tariflichen Weihnachtsbonus. Bezirksvorsitzender Paul rät den Reinigungskräften in der Region, ihre Januar- Lohnabrechnung zu prüfen. „Gerade wer in der untersten Lohngruppe arbeitet, sollte genau hinschauen.“

© Schwäbische Post 05.01.2021 11:37
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