Mapal-Abbau: Einigung in Pforzheim

Sparpläne Auch an ihrem badischen Standort streicht die Aalener Traditionsfirma weniger Stellen als geplant.

Aalen. Neben dem Stammsitz hat der Präzisionswerkzeughersteller an weiteren Standorten angekündigt, Kosten einsparen zu wollen. Bei Mapal WWS in Pforzheim gibt es eine Einigung zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitnehmervertretern. Wie die IG Metall mitteilt, sollen am Standort statt der anvisierten 101 nur 27 Stellen abgebaut werden. Das soll über ein Freiwilligenprogramm und vorgezogenen Ruhestand erreicht werden. Betriebsbedingte Kündigungen seien nur im Ausnahmefall bis Ende des Jahres möglich, wenn die Stellen nicht anderweitig abgebaut werden könnten, so die IG Metall Pforzheim.

Zudem will Mapal WWS weiter Kurzarbeit nutzen und die Arbeitszeit mit Teilentgeltausgleich reduzieren. Sollte sich die wirtschaftliche Lage bei Mapal WWS im Jahr 2021 schneller erholen als geplant, hat sich Arbeitgeberseite verpflichtet eine Prämie auszuschütten. Die genauen Kriterien hierfür seien im Ergänzungstarifvertrag geregelt. „Die Belegschaft von MAPAL WWS hat gezeigt, dass sie mit einer großen Basis an Gewerkschaftsmitgliedern und schlagkräftigen Aktionen Berge versetzen kann“, so Simon Habermaaß von der IG Metall Baden-Württemberg. Dieses Ergebnis könne zudem eine Blaupause für die anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie werden.

© Schwäbische Post 19.11.2020 15:49
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