C.F. Maier liefert Technik für Testgerät

Coronakrise Analysegeräte können für die Erkennung von Viren- und Bakterienarten eingesetzt werden.

Königsbronn. Der Kunststoff- und Leichtmetallhersteller C.F. Maier aus Königsbronn ist Zulieferer für ein Analysegerät zur Erkennung des Coronavirus. Angeboten wird es von der Biotech-Firma Qiagen. Das C.F. Maier-Werk im mittelfränkischen Schillingsfürst ist auf die Herstellung von Polyurethan(PUR)-Komponenten spezialisiert. Mit dem PUR-Schäum-Verfahren werden unter anderem Geräte und Gehäuse produziert – häufig für die Medizintechnik. Für das Analysegerät von Qiagen ist C.F. Maier Zulieferer für ein Gehäuse, das aus PUR-Bauteilen und aus Teilen, die im Tiefziehverfahren hergestellt werden, besteht. Die Zollner Elektronik AG fertigt mit den Gehäusen ein Analysegerät für den Diagnostik-Spezialist Qiagen. In dem Gerät wird mittels Test-Kartuschen vollautomatisch ein komplexer Prozess mit massenhafter Vervielfältigung des Erbgutes in den Proben und der anschließenden Analyse durchgeführt. Bereits nach einer Stunde wird auf dem integrierten Bildschirm das Ergebnis angezeigt. Bisher sei es durch die Analyse möglich, in einem Prozess 21 relevante Erreger, wie etwa Corona- und Grippeviren, sowie drei Bakterien-Arten, die Ursache für Atemwegserkrankungen sind, nachzuweisen. Zum Einsatz kommen die Geräte in Laboren oder Notaufnahmen von großen Krankenhäusern.

© Schwäbische Post 05.06.2020 17:16
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