Handwerker fordern Bonus für Ausbildung

Finanzhilfen Mehr als 42 Millionen Euro an Hilfen flossen bereits an die Betriebe zwischen Ostalb und Bodensee.

Ulm. Mehr als 42 Millionen Euro an Soforthilfen haben bislang Betriebe aus dem Bereich der Handwerkskammer Ulm (HWK) erhalten. Laut Angaben der Kammer haben mehr als 6600 Handwerker Hilfen beantragt – das entspricht ungefähr einem Drittel aller 19 500 Betriebe zwischen Ostalb und Bodensee. Von diesen 6600 Anträgen hat die Kammer rund 5900 geprüft und 4200 an die L-Bank weitergeleitet sowie zur Auszahlung empfohlen. Rund 83 Prozent der Soforthilfeanträge kommen von kleinen Betrieben mit bis zu fünf Mitarbeitern. 9 Prozent von Betrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern und 8 Prozent von Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern, wie die HWK mitteilt.

Die Kammer fordert von der Politik weitere Unterstützung. So setzt sie sich einen Ausbildungsbonus ein, solange Betriebe kein Kurzarbeitergeld für Auszubildende erhalten. Das Land solle die Ausbildungsbetriebe mit einem Zuschuss unterstützen, indem es für Lehrlinge in Betrieben mit Kurzarbeit in den ersten sechs Wochen die Vergütung seitens des Landes übernimmt. Andere Länder wie beispielsweise Sachsen stützten ihre Ausbildungsbetriebe bereits damit. Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich erklärt: „Wir dürfen in dieser Krise nicht die Auszubildenden und ihre Betriebe vergessen. Sonst nimmt das duale System Schaden.“

© Schwäbische Post 27.04.2020 20:46
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