IG BAU fordert Investitionen im Kreis

Gewerkschaft Trotz angespannter Kassenlage sollen die Kommunen nach Ansicht der Gewerkschaft weiter investieren.

Stuttgart. Trotz sinkender Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie soll der Ostalbkreis Zukunftsinvestitionen nicht verschleppen, fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt ( BAU) die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik auf. 2019 investierte der Kreis 195,6 Millionen Euro in öffentliche Infrastruktur – das sind 623 Euro pro Kopf, wie eine Abfrage der Gewerkschaft bei den Statistikämtern der Länder ergab. „Dieses Level muss mit Blick auf den jahrelangen Investitionsstau gehalten werden, auch wenn die Kämmerer aktuell auf jeden Euro schauen müssen. Ein Sparen an der Infrastruktur wäre ein Sparen am falschen Ende“, so Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart.

Neue Kitas, renovierte Ämter und moderne Wasserleitungen seien für eine nachhaltige regionale Wirtschaftsentwicklung von entscheidender Bedeutung. „Kommunale Investitionen sichern zugleich viele Arbeitsplätze vor Ort“, so der Gewerkschafter. Allein das Bauhauptgewerbe beschäftigt im Ostalbkreis laut Arbeitsagentur 3800 Menschen.

Mit Blick auf die angespannte kommunale Kassenlage verweist die IG BAU auf die Hilfen aus den Corona-Konjunkturpaketen. Danach erstattet der Bund den Kommunen Ausfälle bei der Gewerbesteuer mit bis zu 6,1 Milliarden Euro. Weitere 4,8 Milliarden Euro sollen die Länder beisteuern.

© Schwäbische Post 09.11.2020 20:04
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