Lockdown trifft viele Handwerker

Corona Auf der Ostalb sind laut Handwerkskammer UIm rund 200 Betriebe von der Zwangspause betroffen. Lob für Hilfen.

Ulm. Nicht nur Einzelhandel und Gastronomie haben mit dem neuerlichen Lockdown zu kämpfen. Wie die Handwerkskammer Ulm mitteilt, würden auch die Gewerke leiden, allein im Ostalbkreis 64 Bäcker, 14 Konditoren, 120 Fleischer sowie 4 Brauer und Mälzer.

„Viele der Betriebe sind schon durch den ersten Lockdown im Frühjahr massiv betroffen gewesen. Die Reserven sind oft weitgehend aufgebraucht“, erklärt HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich.

Die vorgesehenen Überbrückungs- und Stabilisierungshilfen könnten helfen, das Gröbste abzufedern. Er lobt, dass die Bundesregierung die Fördergrenzen für die Stabilisierungshilfe Corona jetzt gesenkt habe. „Damit können auch Handwerksbetriebe, die einen Teil ihres Umsatzes über gastronomische Angebote oder Catering erzielen, diese Hilfsgelder beantragen“, so Mehlich.

Das betreffe im Kammergebiet zwischen Ostalb und Bodensee vor allem Bäcker, Konditoren, Metzger und Brauer. „Allerdings ist es schade, dass die betroffenen Betriebe den Weg zum Steuerberater, Rechtsanwalt oder Wirtschaftsprüfer suchen müssen, um die dringend benötigte Hilfe zu beantragen.“ Das sei für viele Betriebe umständlich und teuer. „Das hätten wir uns einfacher und direkter gewünscht.“

© Schwäbische Post 03.11.2020 17:41
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