Elektro-Lkw ist für Zeiss unterwegs

E-Mobilität Der Optikkonzern, Schwarz Logistik und die Hochschule Aalen kooperieren bei dem Pilotprojekt.

  • Der E-Lkw pendelt künftig drei- bis viermal täglich zwischen Herbrechtingen und dem Zeiss-Werk Oberkochen. Foto: Zeiss

Oberkochen. Ab sofort ist ein elektrisch betriebenener Lkw als Teil der Fahrzeugflotte der Schwarz Logistik aus Herbrechtingen für Zeiss unterwegs. Mit dem Pilotprojekt testet der Optikkonzern – wissenschaftlich begleitet durch die Hochschule Aalen – die Eignung des elektrischen Nutzfahrzeugs im Rahmen der Unternehmens-Logistik. Dies sei ein weiterer Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Zeiss-Logistik, teilen die Oberkochener mit.

Das erste Einsatzfeld des neuen E-Lkw wird die Produktionsversorgung von Zeiss in Oberkochen sein. Zwischen den einzelnen Produktionsschritten sind Transporte zwischen den Standorten nötig. Der batterieelektrisch angetriebenen Lkw MAN eTGM der Firma Schwarz Logistik GmbH wird dafür in der Testphase drei- bis viermal täglich zwischen Herbrechtingen und Oberkochen pendeln, um die aktuell abgerufenen Vorprodukte für die Zeiss-Fertigung zuzustellen.

Die Hochschule Aalen wird den Einsatz des E-Lkw im laufenden Betrieb wissenschaftlich begleiten und auswerten. Damit soll festgestellt werden, wie die Einsatzmöglichkeiten optimiert werden können, vor allem hinsichtlich Auslastung, Strecken und Einsatzort, um Anwendungsfelder für den Einsatz des E-Lkws im Zusammenspiel mit der bestehenden Logistik zu identifizieren.

© Schwäbische Post 14.10.2020 16:51
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Kommentare

Häberle & Pfleiderer

da dürfte der Akku bald schwerer sein, als der LKW selbst * und von der Reichweite dürfte die Distanz nicht weiter sein * wohl nur ein Promotion Objekt *

Linde bringt mit Plug Power, ab 2021 eine ganze Flotte mit Wasserstoff/ Brennstoffzellen zum Einsatz, das ist Zukunft ***

dodeti77-gt

Häberle & Pfleiderer schrieb am 15.10.2020 um 08:31

da dürfte der Akku bald schwerer sein, als der LKW selbst * und von der Reichweite dürfte die Distanz nicht weiter sein * wohl nur ein Promotion Objekt *

Linde bringt mit Plug Power, ab 2021 eine ganze Flotte mit Wasserstoff/ Brennstoffzellen zum Einsatz, das ist Zukunft ***

Der Elektro-Antrieb wiegt ca. 1,7 Tonnen mehr als ein vergleichbarer Dieselantrieb. Entsprechend verringert sich die Nutzlast. Allerdings dürfen solche LKW im schweren Verteilerverkehr eine Tonne mehr wiegen als ihre Pendants mit Diesel, d.h. die Nutzlast ist fast identisch. Der Batteriebetrieb ist im Verteilerverkehr, wo typischerweise maximal 150-200 km pro Tag zurückgelegt werden, deutlich wirtschaftlicher als eine Brennstoffzelle. Diese spielt ihre Vorteile aus, wenn es um den Fernverkehr geht, wo täglich sehr viel längere Strecken (ca. 800km) gefahren werden, die mit Batterien nicht erreichbar sind, ohne die Nutzlast dramatisch zu reduzieren.

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