Top-Konzerne sind gut gewappnet

Die 30 stärksten deutschen Unternehmen verfügen insgesamt über Barreserven in Höhe von fast 100 Mrd. EUR.
Deutschlands Top-Konzerne stehen gut da, um die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Das glaubt Hubert Barth, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung EY: „Die Dax-Unternehmen verfügen mehrheitlich über hohe, wenngleich natürlich nicht unbegrenzte Barreserven.“ Ende 2019 lagen die liquiden Mittel einer Analyse von EY zufolge bei 99,4 Mrd. EUR.

Vor allem die Unternehmen der Automobilindustrie, deren Produktion derzeit komplett still liegt, halten demnach erhebliche Beträge in Reserve. VW, BMW, Daimler und Continental kommen auf liquide Mittel in Höhe von fast 47 Mrd. EUR. Am besten steht der Analyse zufolge VW mit knapp 18,1 Mrd. EUR da. Unter den anderen Dax-Konzernen verfügte Siemens mit 11,3 Mrd. EUR Ende 2019 über die größten liquiden Reserven. Am Ende der Liste steht MTU Aero Energies mit nur 140 Mio. EUR .

„Die Großunternehmen werden nun alles daran setzen, Mittelabflüsse soweit wie irgend möglich zu minimieren“, glaubt Barth. Dies wird laut EY unter anderem durch das neue Kurzarbeitergeld, die staatlichen Bürgschaften und durch die Verschiebung der Dividendenzahlungen geschehen. Letzteres passiert schon dadurch, dass die Hauptversammlungen in den Sommer oder in die zweite Jahreshälfte verschoben werden. otr
© Südwest Presse 26.03.2020 07:45
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