Trotz Corona mehrt sich das Geld

Gewinne aus Aktien und Fonds machen die Menschen in Deutschland seit März insgesamt reicher.
Trotz der Corona-Pandemie ist das Geldvermögen in Deutschland insgesamt gewachsen. Es betrug Ende Juli 6,63 Billionen Euro, was 253 Milliarden mehr war als Ende März und 126 Milliarden mehr als Ende 2019, teilt die Bundesbank mit. Auch nach Abzug von 1,9 Billionen Euro Schulden war das Geldvermögen mit insgesamt 4.722 Milliarden um 95 Milliarden Euro höher als Ende 2019.

„Die durch die Pandemie und die Unsicherheit über ihre wirtschaftlichen Folgen ausgelösten Bewertungsverluste bei Aktien im Vorquartal wurden zum großen Teil kompensiert“, stellt die Bundesbank fest. Immobilienbesitz berücksichtigt sie nicht. Sie macht auch keine Aussage zur Verteilung des Geldvermögens, also von Bargeld, Bank- und Spareinlagen, Wertpapieren und Versicherungsansprüchen der privaten Haushalte.

Getrieben worden ist die Vermehrung im zweiten Quartal vor allem vom Kursaufschwung an der Börse. Die Bundesbank registriert Bewertungsgewinne von insgesamt 138 Milliarden Euro in Aktien, anderen Wertpapieren und Investmentfond-Anteilen. Netto kauften die privaten Haushalte für 16 Milliarden Euro Aktien und andere Wertpapiere und für 13 Milliarden neue Fondsanteile. Auf Bargeld und Bankeinlagen entfielen Ende Juni 2,7 Billionen Euro. Rolf Obertreis
© Südwest Presse 17.10.2020 07:45
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