Winterkorn: Nur noch ein Prozess

  • Ex-VW-Chef Martin Winterkorn. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Der Prozess gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn wegen Marktmanipulation im Dieselskandal ist eingestellt worden. Das hat das Landgericht Braunschweig mitgeteilt. An dem Betrugsprozess gegen Winterkorn wegen erhöhter Diesel-Abgaswerte jedoch, der im Februar beginnen soll, halte man fest. Das Gericht begründete die Einstellung damit, dass die mögliche Strafe im Betrugsverfahren deutlich höher sein dürfte als die wegen Marktmanipulation.

Winterkorn war wie der heutige VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und der Vorstandschef Herbert Diess im September 2019 von der Braunschweiger Staatsanwaltschaft wegen Marktmanipulation angeklagt worden. Sie warf ihnen vor, Anleger zu spät über die finanziellen Risiken der Abgasaffäre ins Bild gesetzt zu haben. Nachdem die Manipulationen im September 2015 öffentlich bekannt geworden waren, stürzte der VW-Aktienkurs zeitweise ab. Investoren sehen sich getäuscht und fordern in einem Zivilprozess Milliarden-Schadenersatz. dpa
© Südwest Presse 16.01.2021 07:45
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