Kommentar Peter DeThier zu Joe Bidens Wirtschaftspolitik

Wohltuender Wandel

  • Peter DeThier Foto: privat
Nach vier chaotischen Jahren unter US-Präsident Donald Trump ist es ausgesprochen wohltuend, die beruhigenden Worte eines Mannes wie Joe Biden zu hören. Der künftige Präsident versucht nicht, Probleme wie die Coronavirus-Pandemie und die schwierige Wirtschaftslage schönzureden. Er will gleich nach seinem Amtsbeginn ein fast zwei Billionen Dollar teures Konjunkturpaket durchsetzen, welches die Verteilung der Impfstoffe deutlich beschleunigt. Zudem sollen Haushalte großzügige Finanzspritzen vom Staat erhalten und die Arbeitslosenhilfe deutlich ausgeweitet werden, beides unverzichtbare Impulse, um eine Wirtschaft anzukurbeln, die vorwiegend vom Privatkonsum lebt.

Biden denkt aber auch an die einzelnen Staaten, die von der Pandemie zur Ader gelassen wurden und finanzielle Hilfe aus Washington brauchen. Diesen hatte Trump aus politischer Rachsucht heraus den Geldhahn abgedreht. Auch sollen Unternehmen gestützt, Investitionen in erneuerbare Energien vorangetrieben, Wohlhabende stärker zur Kasse gebeten und Ärmere sowie Minderheiten gefördert werden. Mit der Rückendeckung demokratischer Mehrheiten in beiden Kongresskammern hat er alle Chancen, das ehrgeizige Programm schnell in Gesetzesform zu gießen – und eine rasche Wende von der turbulenten Trump-Ära einzuläuten.
© Südwest Presse 16.01.2021 07:45
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